Zum Inhalt
© Stefan Simonovic
  • Leben in Österreich
  • Arbeiten in Österreich
  • News

Mexikanische AI-Talente entdecken Leben und Arbeiten in Österreich

22. Juni 2026

Sechs Gewinner:innen eines AI-Hackathons aus Mexiko erlebten Österreich hautnah. Ihr Besuch zeigt, wie ABA und WKÖ aktiv dem Fachkräftemangel in Österreich begegnen: durch internationale Rekrutierung und neue Partnerschaften in Zukunftsmärkten wie Mexiko. 

Der Fachkräftemangel in Österreich bleibt auf hohem Niveau. Laut EY Mittelstandsbarometer 2026EY Mittelstandsbarometer 2026 (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) leiden 62 Prozent der Unternehmen an dem Personalengpass. 

Fachkräftemangel Österreich: Demografischer Wandel als Treiber

Der demografische Wandel verschärft die Lage: Nur rund 14 Prozent der Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre (DestatisDestatis (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet), Stand 2024). Zudem wird die Anzahl der Personen im erwerbsfähigen Alter, also zwischen 20 und 64 Jahren, bis 2040 um knapp eine Viertelmillion sinken, prognostiziert Statistik AustriaStatistik Austria (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet).

Auch die Zuwanderung nach Österreich ist nach einem starken Anstieg im Jahr 2022 wieder deutlich gesunken ist, vor allem aus anderen EU-Mitgliedstaaten übersiedeln weniger Menschen. Daher wird es immer wichtiger, frühzeitig neue Märkte zur Fachkräftegewinnung zu erschließen

Internationale Fachkräfte: Mexiko hat großes Potenzial

Als vielversprechendes Land gilt Mexiko. Der Staat ist besonders jung, ein Viertel der Bevölkerung ist unter 15 Jahre alt. Mit über 130 Millionen Einwohner:innen, mehr als 2.800 Hochschulen und rund 175.000 Ingenieursabschlüssen allein im Jahr 2023 verfügt Mexiko zudem über einen großen Pool an gut ausgebildeten Fachkräften, insbesondere in den Bereichen IT, Technologie und Industrie

Der Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer sieht in Mexiko einen Zukunftspartner mit doppeltem Potenzial: „Als Herkunftsland hochqualifizierter Fachkräfte und als dynamischer Wachstumsmarkt für unsere Exportwirtschaft.“ Auch Angelika Sery-Froschauer, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, bekräftigt das: „Gerade im IT-Bereich ist der Fachkräftebedarf nur im Inland nicht zu decken.“ Wie Margit Kreuzhuber, Head of WORK in AUSTRIA der ABA, gegenüber der Salzburger NachrichtenSalzburger Nachrichten (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) betont, wuchs die Anzahl der aus Mexiko zugewanderten Arbeitskräfte in Österreich jährlich um rund 100 bis 200. Diese Zahl soll durch aktive Rekrutierung deutlich steigen.

Hackathon als Recruiting-Tool für internationale Fachkräfte

Die Austrian Business Agency (ABA) und die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) unterstützen Unternehmen bei der internationalen Fachkräftegewinnung und sind in Mexiko unter anderem auf Karrieremessen präsent. Ende 2025 veranstalteten ABA und WKÖ unter der Dachmarke „Your future made in Austria“ außerdem einen AI-Hackathon in Mexiko-Stadt. Dabei arbeiteten sie mit ÖBB, Siemens Mobility, Plasser und Theurer sowie ALPLA zusammen. Die Resonanz war groß: Aus über 500 Bewerbungen wählten die Organisator:innen 113 IT-Talente aus, die innerhalb von 24 Stunden praktische Lösungen für konkrete Herausforderungen der beteiligten Unternehmen entwickelten. 

Hackathons sind ein innovatives Mittel, um sich unmittelbar von der Expertise der Teilnehmer:innen zu überzeugen und gleichzeitig betrachtet Bundesminister Hattmannsdorfer Maßnahmen wie den Hackathon als einen Beitrag zur aktiven Standortpolitik

Wir warten nicht darauf, dass Fachkräfte zufällig nach Österreich kommen, sondern (…) machen Österreich als Arbeits-, Innovations- und Wirtschaftsstandort sichtbar.

Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus
© Philipp Albert
© Philipp Albert

Auch ABA-Geschäftsführer René Tritscher betont den Stellenwert von innovativen Aktivitäten wie z.B. Hackathons. Seiner Meinung nach sind sie wichtig, “um internationale Fachkräfte auf den Arbeitsstandort Österreich und dessen Vorteile – wie exzellente Karrierechancen, innovative Unternehmen, eine ausgezeichnete Infrastruktur sowie die hervorragende Lebensqualität – aktiv aufmerksam zu machen.”

Wuzzeln im Lichte der Fußball-WM 

Das sechsköpfige Gewinner:innen-Team des AI-Hackathons überzeugte mit „MAIA", einer KI-basierten Analyseplattform zur Verbesserung der Mobilitätsqualität. Als Preis winkte eine einwöchige Reise nach Österreich. Vergangene Woche war es so weit: Das Team erlebte die unterschiedlichsten Facetten Österreichs. Neben Unternehmensbesuchen und Gesprächen mit Entscheidungsträger:innen waren auch kulturelle Programmpunkte sowie Aufenthalte in unterschiedlichen Regionen geplant. Zudem ließ sich die Gruppe bekannte österreichische Speisen auf der Zunge zergehen.

Ein Highlight war natürlich das Tischfußball-Match mit Bundesminister Hattmannsdorfer im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) – passenderweise genau einen Tag bevor Mexiko mit dem Spiel gegen Südafrika die Fußball-WM 2026 eröffnete. 

© Stefan Simonovic

Der Termin im BMWET stieß auf breites Interesse. Der ORF begleitete das Treffen und interviewte neben Minister Hattmannsdorfer auch ABA-Geschäftsführer Tritscher, den mexikanischen Botschafter und zwei Mitglieder des Siegerteams. Ausgestrahlt wurde die Sendung am Samstag in der ZiB 1 um 19:30 Uhr in ORF 2.

Sendung ansehenSendung ansehen (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet)

Zur Hauptnavigation