Covid-19 Einreisebestimmungen für Österreich

Covid-19 Einreise-Regelungen für Österreich

Wer darf nach Österreich einreisen?

Mehrere Personengruppen dürfen trotz der Covid-19-Pandemie nach Österreich einreisen. Was dabei zu beachten ist, hängt davon ab, aus welchem Land jemand nach Österreich einreisen will, welche Staatsangehörigkeit diese Person hat und wie die Familiensituation ist.

Für alle Personen gilt, dass man sich vor der Einreise online registrieren muss („Pre-Travel-Clearance“). Das gilt für Menschen aus allen Ländern – auch für Österreicherinnen und Österreicher.

Österreicherinnen und Österreicher dürfen aus allen Ländern nach Österreich einreisen. Ob sie in Quarantäne müssen oder nicht, hängt davon ab, woher und zu welchem Zweck sie einreisen:

  • Wenn sie aus Andorra, Australien, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Fürstentum Liechtenstein, Griechenland, Irland, Island, Israel, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Monaco, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, San Marino, Schweden, Singapur, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweiz, Südkorea, Tschechien, Ungarn, dem Vatikan oder Zypern einreisen, müssen sie bei der Einreise ein ärztliches Zeugnis, Testergebnis, Impf- oder ein Genesungszertifikat haben oder unverzüglich nach der Einreise (jedenfalls binnen 24 Stunden) eine Antigen- oder PCR-Test vornehmen.
  • Wenn Österreicherinnen und Österreicher aus Brasilien, Indien und Südafrika einreisen, müssen Sie bei der bei der Einreise ein ärztliches Zeugnis oder Testergebnis (Probennahme beim PCR-Test weniger als 72 Stunden, beim Antigentest weniger als 48 Stunden her) vorweisen oder diesen Test binnen 24 Stunden nachholen und jedenfalls mindestens fünf Tage lang in Quarantäne. Die Quarantäne kann erst ab dem fünften Tag durch einen negativen PCR- oder Antigentest beendet werden. Der Tag der Einreise gilt als Tag Null, nicht als Tag Eins.
  • Wenn Österreicherinnen und Österreicher aus einem anderen Staat einreisen, dann hängt die Situation davon ab, ob sie geimpft bzw. genesen sind oder nicht: Personen, die ein Impf- oder Genesungszertifikat vorweisen können, müssen nicht in Quarantäne. Personen, die kein Impf- oder Genesungszertifikat haben, müssen ein negatives Testergebnis vorweisen oder binnen 24 Stunden nach Einreise einen PCR-Test oder Antigen-Test durchführen lassen und mindestens fünf Tage lang in Quarantäne. Die Quarantäne kann erst ab dem fünften Tag durch einen negativen PCR- oder Antigentest beendet werden. Der Tag der Einreise gilt als Tag Null, nicht als Tag Eins.

Ärztliche Zeugnisse oder Testergebnisse sind bei PCR-Tests 72 Stunden ab Probenahme und bei Antigen-Tests 48 Stunden ab Probenahme gültig. Antigen-Selbsttests sind kein ausreichender Nachweis.

Für die Einreise mit dem Impfzertifikat müssen folgende Voraussetzungen vorliegen: Es muss entweder die Erstimpfung mehr als 22 Tage (aber weniger als drei Monate) zurückliegen oder die Zweitimpfung bereits erhalten worden sein, wobei die Erstimpfung in diesem Fall nicht länger als neun Monate zurückliegen darf. Nur eine Impfung ist nötig bei Impfstoffen, bei denen nur eine Impfdosis vorgesehen ist (derzeit nur Johnson & Johnson) oder wenn bereits eine COVID-Infektion (mindestens 21 Tage vor der Impfung) bzw. vor der Impfung bereits ein Nachweis über neutralisierende Antikörper vorlag. Die Impfung darf nicht länger als neun Monate zurückliegen.

In einem ärztlichen oder behördlichen Genesungszertifikat wird eine in den letzten sechs Monaten überstandene Infektion bestätigt. Auch ein Nachweis über neutralisierende Antikörper (nicht älter als drei Monate) gilt als Genesungszertifikat. 

Einreise zu beruflichen Zwecken

Was gilt als beruflicher Zweck?

Für Personen, die zu beruflichen Zwecken nach Österreich einreisen, gibt es Ausnahme-Regeln zum Einreiseverbot bzw. zu den Quarantäne-Bestimmungen (je nachdem, aus welchem Land man einreist).

Eine Einreise zu beruflichen Zwecken liegt vor, wenn die Einreise in unmittelbarem Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit steht. Auch wenn zu beruflichen Zwecken aus Österreich ausgereist wurde, liegt bei der Wiedereinreise eine Einreise zu beruflichen Zwecken vor. Es muss aber ein zeitlicher Zusammenhang mit dem beruflichen Termin bestehen (wenn z.B., ein Termin nur für drei Tage angesetzt ist, gibt es keinen mehrwöchigen Aufenthalt zu beruflichen Zwecken).

Von der Einreise zu beruflichen Zwecken sind beispielsweise 24-h-Betreuerinnen und Betreuer umfasst. Nicht ausdrücklich geregelt ist, was alles als „beruflicher Zweck“ gilt. Die Einreise zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch, wenn es unbedingt in physischer Präsenz erforderlich ist, kann als beruflicher Zweck gelten.

Sie müssen Ihre Einreise zu beruflichen Zwecken immer „glaubhaft“ machen, zum Beispiel mit einem Firmenschreiben, Lieferscheine, Auftragsbestätigungen, Terminbestätigung eines Vorstellungsgespräches, etc.

Was gilt für Personen, die zu beruflichen Zwecken aus Andorra, Australien, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Fürstentum Liechtenstein, Griechenland, Irland, Island, Israel, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Monaco, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, San Marino, Schweden, Singapur, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweiz, Südkorea, Tschechien, Ungarn, dem Vatikan oder Zypern einreisen?

Wer aus einem dieser Länder nach Österreich einreist (egal ob zu beruflichen Zwecken oder nicht), muss bei der Einreise ein ärztliches Zeugnis, ein Testergebnis (Probennahme beim PCR-Test weniger als 72 Stunden, beim Antigentest weniger als 48 Stunden her), oder ein Impf- bzw. Genesungszertifikat vorweisen. Wenn Sie nichts davon vorzeigen können, müssen Sie unverzüglich nach der Einreise (jedenfalls binnen 24 Stunden) eine Antigen- oder PCR-Test vornehmen. Die Kosten dafür müssen Sie selbst übernehmen.

Was gilt, wenn Sie aus beruflichen Zwecken aus dem Vereinigten Königreich, Brasilien, Indien und Südafrika einreisen?

Die Einreise aus diesen Ländern ist grundsätzlich verboten und nur in Ausnahmefällen erlaubt. Die Einreise zu beruflichen Zwecken ist aber eine solche Ausnahme. Sie müssen bei der bei der Einreise ein ärztliches Zeugnis oder Testergebnis (Probennahme beim PCR-Test weniger als 72 Stunden, beim Antigentest weniger als 48 Stunden) vorweisen und jedenfalls mindestens fünf Tage lang in Quarantäne. Die Quarantäne kann erst ab dem fünften Tag durch einen negativen PCR- oder Antigentest beendet werden. Der Tag der Einreise gilt als Tag Null, nicht als Tag Eins.

Was gilt, wenn Sie aus beruflichen Zwecken einem anderen Staat einreisen?

Sie dürfen aus diesen Staaten einreisen und müssen bei der Einreise aus beruflichen Zwecken nicht in Quarantäne, wenn Sie bei der bei der Einreise ein ärztliches Zeugnis oder Testergebnis (Probennahme beim PCR-Test weniger als 72 Stunden, beim Antigentest weniger als 48 Stunden her) oder ein Impf- bzw. Genesungszertifikat vorweisen. Wenn Sie nichts davon vorzeigen können, müssen Sie grundsätzlich direkt nach der Einreise für zehn Tage in Quarantäne. Sobald Sie in diesem Zeitraum aber ein negativen Testergebnis vorweisen, können Sie die Quarantäne beenden.

Für die Einreise mit dem Impfzertifikat müssen folgende Voraussetzungen vorliegen: Es muss entweder die Erstimpfung mehr als 22 Tage (aber weniger als drei Monate) zurückliegen oder die Zweitimpfung bereits erhalten worden sein, wobei die Erstimpfung in diesem Fall nicht länger als neun Monate zurückliegen darf. Nur eine Impfung ist nötig bei Impfstoffen, bei denen nur eine Impfdosis vorgesehen ist (derzeit nur Johnson & Johnson) oder wenn bereits eine COVID-Infektion (mindestens 21 Tage vor der Impfung) bzw. vor der Impfung bereits ein Nachweis über neutralisierende Antikörper vorlag. Die Impfung darf nicht länger als neun Monate zurückliegen. 

In einem ärztlichen oder behördlichen Genesungszertifikat wird eine in den letzten sechs Monaten überstandene Infektion bestätigt. Auch ein Nachweis über neutralisierende Antikörper (nicht älter als drei Monate) gilt als Genesungszertifikat. 

Das Gleiche gilt, wenn Sie aus einem anderen Staat als allen bisher genannten einreisen.

Was bedeutet das Landeverbot für Sie?

Es gibt ein Landeverbot in Österreich für Personenflugzeuge, die direkt aus dem Vereinigten Königreich, Brasilien, Indien und Südafrika abfliegen. Diese Regel gilt derzeit bis 20.06.2021. Ausnahmen bestehen z.B. für Flüge zum Transport von Pflege- und Gesundheitspersonal. Bitte achten Sie auch auf Landeverbote anderer Länder!

Dürfen Sie in einem Hotel übernachten?

Die Übernachtung in Beherbergungsbetrieben (z.B. Hotels) ist gestattet. Sie müssen jedoch nachweisen, dass Sie negativ getestet, geimpft oder genesen (wie oben beschrieben) sind.

Dürfen Sie Ihre Familie auf Ihre Geschäftsreise mitnehmen?

Wenn Sie aus Andorra, Australien, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Fürstentum Liechtenstein, Griechenland, Irland, Island, Israel, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Monaco, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, San Marino, Schweden, Singapur, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweiz, Südkorea, Tschechien, Ungarn, dem Vatikan oder Zypern einreisen, können Sie Ihre Familie mitnehmen. Eine Einreise aus diesen Ländern ist möglich, Ihre Familie muss jedoch ein ärztliches Zeugnis oder Testergebnis (Probennahme beim PCR-Test weniger als 72 Stunden, beim Antigentest weniger als 48 Stunden her) oder ein Impf- bzw. Genesungszertifikat vorweisen oder binnen 24 Stunden nach Einreise einen PCR-Test oder Antigen-Test durchführen lassen.

Aus Brasilien, Indien und Südafrika dürfen Sie Ihre Familie grundsätzlich nicht nach Österreich mitnehmen, weil die Einreise aus beruflichen Zwecken nur für Ausnahmefälle gedacht ist.

Wenn Ihre Familie aus einem anderen Staat einreist, dann hängt die Situation davon ab, sie geimpft bzw. genesen sind oder nicht: Personen, die ein Impf- oder Genesungszertifikat vorweisen können, müssen nicht in Quarantäne. Personen, die kein Impf- oder Genesungszertifikat haben, müssen ein negatives Testergebnis vorweisen oder binnen 24 Stunden nach Einreise einen PCR Test oder Antigen-Test durchführen lassen und für mindestens fünf Tage in Quarantäne. Die Quarantäne kann erst ab dem fünften Tag durch einen negativen PCR- oder Antigentest beendet werden. Der Tag der Einreise gilt als Tag Null, nicht als Tag Eins.

 

Fachkräfte-Einwanderung

Sie sind EU-Bürgerin bzw. EU-Bürger, Schweizer Bürgerin oder Bürger wohnen aber noch nicht in Österreich. Sie haben einen Job in Österreich bekommen. Dürfen Sie überhaupt einreisen? Und wenn ja, was müssen Sie beachten?

Ja, Sie dürfen nach Österreich einreisen – egal, in welchem Land Sie aktuell wohnen. Ob Sie in Quarantäne müssen oder nicht, hängt davon ob, woher Sie einreisen und ob sie schon geimpft/genesen sind (siehe oben). Die Einreise zum Arbeitsantritt gilt für Sie als beruflicher Zweck.

Auch Ihre Familie, die mit Ihnen im gemeinsamen Haushalt lebt, kann mit Ihnen einreisen - egal, welche Staatsangehörigkeit Ihre Familie hat. Auch hier kommt es wieder darauf an, woher Ihre Familie genau einreist:

Wenn sie aus aus Andorra, Australien, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Fürstentum Liechtenstein, Griechenland, Irland, Island, Israel, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Monaco, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, San Marino, Schweden, Singapur, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweiz, Südkorea, Tschechien, Ungarn, dem Vatikan oder Zypern einreisen, muss Ihre Familie ein ärztliches Zeugnis oder Testergebnis (Probennahme beim PCR-Test weniger als 72 Stunden, beim Antigentest weniger als 48 Stunden her) oder ein Impf- bzw. Genesungszertifikat vorweisen oder binnen 24 Stunden nach Einreise einen PCR Test oder Antigen-Test durchführen lassen.

Wenn Ihre Familie aus Brasilien, Indien und Südafrika einreist, müssen Sie ein negatives Testergebnis vorweisen und für mindestens fünf Tage in Quarantäne. Die Quarantäne kann erst ab dem fünften Tag durch einen negativen PCR- oder Antigentest beendet werden. Der Tag der Einreise gilt als Tag Null, nicht als Tag Eins.

Wenn Ihre Familie aus einem anderen Staat einreist, dann hängt die Situation davon ab, sie geimpft bzw. genesen sind oder nicht: Personen, die ein Impf- oder Genesungszertifikat vorweisen können, müssen nicht in Quarantäne. Personen, die kein Impf- oder Genesungszertifikat haben, müssen ein negatives Testergebnis vorweisen oder binnen 24 Stunden nach Einreise einen PCR Test oder Antigen-Test durchführen lassen und für mindestens fünf Tage in Quarantäne. Die Quarantäne kann erst ab dem fünften Tag durch einen negativen PCR- oder Antigentest beendet werden. Der Tag der Einreise gilt als Tag Null, nicht als Tag Eins.

 Beispiel 1: Der Deutsche Max Mustermann lebt in Deutschland. Er hat einen Job in Österreich bekommen. Er reist aus Deutschland nach Österreich ein, um seine Arbeit anzutreten und muss nicht in Quarantäne. Er muss bei der Einreise einen negativen PCR- oder Antigen-Test haben oder diesen binnen 24 Stunden nachholen.

Beispiel 2: Der Deutsche Max Mustermann lebt mit seiner Ehefrau (auch deutsche Staatsangehörige) in Kolumbien. Er hat einen Job in Österreich bekommen. Das Ehepaar kann gemeinsam einreisen. Sie müssen bei der Einreise ein negatives PCR- oder Antigen-Testergebnis oder eine Impf- oder Genesungszertifikat vorweisen. Er muss nicht in Quarantäne, da er aus beruflichen Zwecken (Arbeitsantritt) einreist. Wenn seine Ehefrau geimpft oder genesen ist und dies mit einem Zertifikat nachweist, muss sie nicht in Quarantäne. Ansonsten muss seine Ehefrau, weil sie nicht zu einem beruflichen Zweck aus Kolumbien einreist, mindestens fünf Tage in Quarantäne.

Sie sind drittstaatsangehörig, wohnen in einem Drittstaat und möchten in Österreich vor Ort einen Job suchen. Geht das?

Sie können nicht wie vor der Pandemie ohne Weiteres nach Österreich einreisen und in Österreich ihre visumsfreien Tage verbringen.

Sie können aber für ein Bewerbungsgespräch einreisen, wenn dies nicht virtuell durchgeführt werden kann. Sie müssen diesen Ausnahmegrund bei der Einreise, z.B. mit der die Einladung des Unternehmens nachweisen können.  

Wenn Sie schon einen Jobangebot haben, können Sie bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde (z.B. Konsulat oder Botschaft) in Ihrem aktuellen Wohnland einen Antrag auf Aufenthaltstitel stellen. In vielen Fällen kann auch Ihr österreichischer Arbeitgeber Ihren Antrag direkt in Österreich für Sie stellen.  

Mit der Einladung zur Abholung des Aufenthaltstitels von der österreichischen Aufenthaltsbehörde liegt dann ebenfalls ein Ausnahmegrund für die Einreise vor. Es handelt sich dabei nämlich um eine sogenannte Ihnen „behördlich auferlegte Pflicht“. In beiden Fällen müssen Sie bei der Einreise ein ärztliches Zeugnis, ein Testergebnis (Probennahme beim PCR-Test weniger als 72 Stunden, beim Antigentest weniger als 48 Stunden her), oder ein Impf- bzw. Genesungszertifikat vorweisen. Dann müssen Sie nicht in Quarantäne. 

Kontaktieren Sie bei Fragen gerne die ABA Servicestelle für Einwanderung und Aufenthalt.

Besondere Regelungen bestehen aber für die Einreise aus Australien, Neuseeland, Singapur und Südkorea und für die Einreise aus Brasilien, Indien, Südafrika und dem Vereinigten Königreich: 

Sie können aus Australien, Neuseeland, Singapur und Südkorea ohne Nachweis über eine Ausnahmeregelung einreisen, wenn Sie bei der Einreise ein ärztliches Zeugnis, ein Testergebnis (Probennahme beim PCR-Test weniger als 72 Stunden, beim Antigentest weniger als 48 Stunden her), oder ein Impf- bzw. Genesungszertifikat vorweisen. Wenn Sie nichts davon vorzeigen können, müssen Sie unverzüglich nach der Einreise (jedenfalls binnen 24 Stunden) eine Antigen- oder PCR-Test vornehmen. Die Kosten dafür müssen Sie selbst übernehmen. 

Wenn Sie aus Brasilien, Indien, Südafrika oder dem Vereinigten Königreich für ein Bewerbungsgespräch einreisen, müssen Sie ein negatives Testergebnis vorweisen und mindestens fünf Tage in Quarantäne. Die Quarantäne kann erst ab dem fünften Tag durch einen negativen PCR- oder Antigentest beendet werden. Der Tag der Einreise gilt als Tag Null, nicht als Tag Eins. Wenn Sie zur Abholung Ihres Aufenthaltstitels einreisen, müssen Sie nicht in Quarantäne, weil es sich dabei um eine behördlich auferlegte Pflicht handelt. Sie müssen aber verpflichtend ein negatives Testergebnis nach den oben genannten Kriterien vorweisen. 

Sie sind drittstaatsangehörig, wohnen in einem Drittstaat und können eigentlich visumsfrei nach Österreich und in den Schengen-Raum einreisen. Sie haben einen österreichischen Aufenthaltstitel beantragt und nun ist der Prozess abgeschlossen: Sie haben eine Einladung der Aufenthaltsbehörde zur Abholung Ihres Aufenthaltstitels bekommen. Was müssen Sie bei der Einreise beachten? 

Sie können nicht wie vor der Pandemie ohne Weiteres nach Österreich einreisen und in Österreich ihre visumsfreien Tage verbringen. Die Einladung der Aufenthaltsbehörde ist aber der Nachweis für eine sogenannte behördliche auferlegte Pflicht für Ihre Einreise nach Österreich. 

Wenn Sie aus Brasilien, Indien, Südafrika oder dem Vereinigten Königreich einreisen, müssen Sie das Einladungsschreiben und ein ärztliches Zeugnis oder Testergebnis vorweisen. Eine Genesungs- oder Impfzertifikat reicht nicht aus! Wenn Sie nichts davon haben, müssen Sie verpflichtend in Quarantäne und können diese Quarantäne erst nach fünf Tagen beenden. 

Aus einem anderen Staat können Sie mit einem gültigen ärztlichen Zeugnis, Testergebnis, Impf- oder Genesungszertifikat einreisen. Wenn Sie dazu Ihr Einladungsschreiben zur Abholung des Aufenthaltstitels vorweisen, müssen Sie nicht in Quarantäne.  

Beispiel: Der US-Amerikaner Philipp Jones lebt in den USA und hat den Antrag auf eine Rot-Weiß-Rot – Karte gestellt. Er hat eine Benachrichtigung von der österreichischen Aufenthaltsbehörde bekommen, in der steht, dass er nur noch nach Österreich einreisen muss und bei der Behörde seine Fingerabdrücke abgeben und seine originalen Dokumente vorzeigen muss. Als US-Amerikaner darf er grundsätzlich visumsfrei nach Österreich einreisen.  Mit der Einladung der Aufenthaltsbehörde kann er nach Österreich einreisen. Er muss bei der Einreise nicht in Quarantäne, wenn er ein ärztliches Zeugnis oder Testergebnis (Probennahme beim PCR-Test weniger als 72 Stunden, beim Antigentest weniger als 48 Stunden her) oder ein Impf- bzw. Genesungszertifikat vorweisen kann.

Sie sind drittstaatsangehörig und wohnen in einem EU-Land bzw. in Andorra, Monaco, San Marino, dem Vatikan, der Schweiz. Sie sind mitten im Prozess, einen österreichischen Aufenthaltstitel zu bekommen und möchten jetzt für den letzten Teil nach Österreich kommen (z.B. für den letzten Behördentermin). Geht das?

Ja, Sie können ohne spezielles Visum nach Österreich einreisen, solange Sie einen gültigen Aufenthaltstitel für das Land haben, in dem Sie leben. Sie müssen lediglich darauf achten, dass Sie in den letzten 180 Tagen nicht länger als 90 Tage im Schengen-Raum waren – außer natürlich in dem Land, in dem Sie wohnen. Es ist irrelevant, ob Sie grundsätzlich aufgrund Ihrer Staatsangehörigkeit visumsfrei nach Österreich einreisen dürfen oder nicht. Je nachdem, von wo Sie einreisen, und ob Sie bereits geimpft oder genesen sind, müssen Sie fünf Tage verpflichtend in Quarantäne oder nicht.

Wenn Sie bereits eine Einladung der Aufenthaltsbehörde für Abholung Ihres Aufenthaltstitels haben, dann gilt das als sogenannte behördlich auferlegte Pflicht zur Einreise. In diesem Fall sind sie von der Quarantänepflicht ausgenommen, wenn Sie ein gültiges ärztlichen Zeugnis, Testergebnis, Impf- oder Genesungszertifikat haben.  

Beispiel: Die Russin Irina Tolkova lebt in Belgien und hat den Antrag auf eine Rot-Weiß-Rot – Karte gestellt. Sie hat eine Benachrichtigung von der österreichischen Aufenthaltsbehörde bekommen, in der steht, dass sie nur noch nach Österreich einreisen muss und bei der Behörde ihre Fingerabdrücke abgeben und ihre originalen Dokumente vorzeigen muss. Weil Irina Tolkova einen gültigen Aufenthaltstitel für Belgien hat, darf sie ohne ein spezielles Visum nach Österreich einreisen. Wenn Sie aus Belgien einreist und sich auch in den letzten zehn Tagen nur in Belgien aufgehalten hat, muss sie nicht verpflichtend in Quarantäne. Sie muss bei der Einreise ein Testergebnis, ein Impfzertifikat oder ein Genesungszertifikat haben oder den Test innerhalb von 24 Stunden nachholen.

Sie sind drittstaatsangehörig und wohnen in einem Drittstaat, aus dem sie nicht visafrei einreisen dürfen. Sie sind im Prozess, einen österreichischen Aufenthaltstitel zu bekommen. Die Österreichische Botschaft hat Sie dazu aufgefordert, ein Visum D zu beantragen. Aber können Sie trotz Pandemie überhaupt nach Österreich einreisen? 

Sie können nach Österreich einreisen, sobald Sie eine Einladung für die Abholung eines Aufenthaltstitels haben. Diese Einladung istder Nachweis für eine sogenannte behördliche auferlegte Pflicht für Ihre Einreise nach Österreich. Wenn Sie KEINEN Behördentermin haben, aber zum Beispiel noch ein gültiges Visum D besitzen, können Sie in der Regel nicht nach Österreich einreisen – außer, Sie können einen anderen Ausnahmegrund nachweisen.  

Sie müssen bei der Einreise ein ärztliches Zeugnis, ein Testergebnis (Probennahme beim PCR-Test weniger als 72 Stunden, beim Antigentest weniger als 48 Stunden her), oder ein Impf- bzw. Genesungszertifikat vorweisen. Dann müssen Sie nicht in Quarantäne. Aus Australien, Neuseeland, Singapur und Südkorea können Sie dann ohne Nachweis über eine Ausnahmeregelung einreisen. Wenn Sie aus Brasilien, Indien, Südafrika oder dem Vereinigten Königreich müssen Sie – neben der Einladung als Nachweis für die Ausnahmeregelung – verpflichtend ein negatives Testergebnis nach den oben genannten Kriterien vorweisen (ein Impf- oder Genesungszertifikat reicht NICHT aus) und müssen dann nicht in Quarantäne. 

Beispiel: Die Russin Irina Tolkova lebt in Russland und hat den Antrag auf eine Rot-Weiß-Rot – Karte gestellt. Sie hat eine Benachrichtigung von der österreichischen Botschaft in Moskau bekommen, in der steht, dass ihr Antrag bewilligt wurde und sie ein Visum D beantragen muss. Sobald Irina Tolkova eine Einladung zur Abholung Ihres Aufenthaltstitels und Ihr Visum D hat, kann sie nach Österreich einreisen. Wenn Sie bereits geimpft oder genesen ist und die entsprechenden Zertifikate vorweisen kann, muss sie nicht in Quarantäne. 

Wenn Sie Fragen dazu haben, wie Sie und/oder Ihre Familie aktuell nach Österreich einreisen können, an welche Behörde Sie sich dafür wenden müssen, etc., kontaktieren Sie gerne die ABA Servicestelle Einwanderung und Aufenthalt.

 

Pendlerinnen und Pendler

Wenn Sie regelmäßig aus beruflichen Zwecken nach Österreich pendeln, gelten für Sie besondere Regelungen: 

  • Sie dürfen mit einem ärztlichen Zeugnis, einem negativen Testergebnis (Antigen- oder PCR-Test) einem Impfzertifikat oder einem Genesungszertifikat nach Österreich einreisen. Alternativ müssen Sie unverzüglich nach der Einreise (jedenfalls binnen 24 Stunden) eine Antigen- oder PCR-Test vornehmen.
  • Dieser Test darf maximal sieben Tage alt sein (ab Probenentnahme), wenn Sie aus einem EU- oder EWR-Staat einreisen und Sie sich in den letzten zehn Tagen auch nicht in einem anderen Staat aufgehalten haben. 
  • Dieser Test darf maximal 72 Stunden alt sein (ab Probenentnahme), wenn Sie aus einem anderen Staat einreisen oder sich dort in den letzten zehn Tagen aufgehalten haben.  
  • Die Registrierung für die „Pre-Travel-Clearance“ ist alle 28 Tage durchzuführen. Außerdem muss man bei jeder Änderung von Wohn- oder Aufenthaltsadresse, etc. die „Pre-Travel-Clearance“ durchführen. 

Hier können Sie sich das Formular für das ärztliche Zeugnis downloaden.

Bitte beachten Sie, dass die Austrian Business Agency/Work in Austria trotz sorgfältiger Recherche die Richtigkeit dieser Angaben nicht garantiert und dafür auch in keinster Form haftet. Die Ausführungen erheben auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Austrian Business Agency/Work in Austria ist keine Behörde und nimmt weder Anträge auf Aufenthaltstitel entgegen noch entscheidet sie über Anträge auf Aufenthaltstitel. Wenn Sie weitere Informationen bzw. Beratung zu Einwanderung und Aufenthalt benötigen, kontaktieren Sie uns jederzeit gerne.

Kostenlose Beratung für Fachkräfte

Die ABA - Servicestelle für Aufenthalt und Einwanderung bietet kostenfreie Beratung für Fachkräfte im staatlichen Auftrag.