Covid-19 Einreisebestimmungen für Österreich

Covid-19 Einreise-Regelungen für Österreich

Wer darf nach Österreich einreisen und wer muss in Quarantäne?

In vielen Fällen dürfen Sie trotz der COVID-19-Pandemie nach Österreich einreisen. Was dabei zu beachten ist, hängt vor allem davon ab, aus welchem Land jemand nach Österreich einreisen will.

Aus einem Land mit einem geringen epidemiologischen Risiko dürfen alle Personen mit einem Impfzertifikat, ein Genesungszertifikat oder einem negativen Test einreisen. Wenn Sie einen solchen Nachweis haben, müssen Sie sich auch weder online registrieren noch in Quarantäne. Sie dürfen sich in den letzten zehn Tagen nur in einem solchen Land oder in Österreich aufgehalten haben.

Länder mit einem geringen epidemiologischen Risiko sind aktuell  Andorra,  Australien, Belgien, Bosnien und Herzegowina,Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Fürstentum Liechtenstein, Griechenland, Hong Kong, Irland, Island, Italien, Jordanien, Kanada, Katar, Kosovo, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Macau, Malta, Moldau, Monaco, Neuseeland, Niederlande,  Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, San Marino, Saudi-Arabien, Schweden, Singapur, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweiz, Südkorea, Taiwan, Tschechische Republik, Ungarn, Uruguay, Vatikan, Vietnam und Zypern.

 

Achtung

Wenn Sie mit dem Flugzeug aus Zypern einreisen, brauchen Sie verpflichtend einen negativen PCR-Test – ein Antigen-Test reicht nicht aus – oder einen Impfnachweis (über die Zweitimpfung, wenn diese für den Impfstoff vorgesehen ist; eine einzige Impfung reicht nur, wenn mindestens 21 Tage vor der Impfung eine COVID-19-Infektion bestand oder ein Nachweis über Antikörper vorlag). Sie müssen aber keinen negativen PCR-Test oder Impfnachweis vorweisen, wenn Sie ein ärztliches Zeugnis darüber haben, dass Sie in den letzten 90 Tagen mit COVID-19-inzifziert waren und es mittlerweile nicht mehr sind, dieses 14 Tage nach Erstnachweis bzw. Symptombeginn ausgestellt wurde, Sie mindestens 48 Stunden vor Ausstellung des Attests symptomfrei sind und bestätigt wird, dass trotz positivem PCR-Test keine Ansteckungsgefahr mehr von Ihnen ausgeht. 

Aus einem Virusvariantengebiet- oder -staat dürfen Sie nur unter bestimmten Voraussetzungen einreisen, z.B. zu einem beruflichen Zweck oder wenn Sie die Einladung zu einem behördlichen Termin für die Abholung Ihres Aufenthaltstitels haben. Wenn Sie aus einem dieser Länder einreisen, reicht es nicht, wenn Sie geimpft oder genesen sind, sondern Sie müssen jedenfalls ein negatives PCR-Testergebnis (oder ein ärztliches Zeugnis darüber) vorweisen. Sie müssen aber nur dann keinen negativen PCR-Test vorweisen, wenn Sie ein ärztliches Zeugnis darüber haben, dass Sie in den letzten 90 Tagen mit COVID-19 infiziert und es mittlerweile nicht mehr sind, dieses 14 Tage nach Erstnachweis bzw. Symptombeginn ausgestellt wurde, Sie mindestens 48 Stunden vor Ausstellung des Attests symptomfrei sind und bestätigt wird, dass trotz positivem PCR-Test keine Ansteckungsgefahr mehr von Ihnen ausgeht. Vor der Einreise ist eine Online-Registrierung notwendig („Pre-Travel-Clearance“). Wenn für Sie keine Ausnahmebestimmung gilt, müssen Sie in Quarantäne. Die Quarantäne kann erst ab dem fünften Tag durch einen negativen PCR-Test beendet werden. Der Tag der Einreise gilt als Tag Null, nicht als Tag Eins. Die Einreise aus beruflichen Zwecken begründet aus diesen Staaten keine Ausnahme von der Quarantäne, die Einreise mit einer Einladung zur Abholung eines Aufenthaltstitels jedoch schon.

Virusvariantengebiete und -staaten sind aktuell, Brasilien, Chile, Costa Rica, Suriname und Südafrika.

Aus anderen Staaten als den bisher genannten können Sie mit einem Impfzertifikat, einem Genesungszertifikat oder einem negativen Test einreisen. Sie müssen sich online registrieren und die Quarantäne antreten. Die Quarantäne kann erst ab dem fünften Tag durch einen negativen PCR- oder Antigentest beendet werden. Der Tag der Einreise gilt als Tag Null, nicht als Tag Eins. Wenn Sie aus beruflichen Zwecken oder mit  einem Impf- oder einem Genesungsnachweis einreisen, liegt jedoch eine Ausnahme vor und Sie müssen nicht in Quarantäne und sich auch nicht registrieren.

Österreicherinnen und Österreicher, EU-Bürgerinnen und EU-Bürger und Schweizerinnen und Schweizer (und Personen, die mit diesen im gemeinsamen Haushalt wohnen) dürfen aus allen Ländern nach Österreich einreisen. Ob sie in Quarantäne müssen oder nicht, hängt davon ab, woher und zu welchem Zweck sie einreisen, also ob Sie z.B. aus einem Land mit geringem epidemiologischem Risiko oder aus einem Virusvariantengebiet einreisen.

Wer muss sich online registrieren?

Sie müssen sich nicht online registrieren, wenn Sie aus einem Land mit geringem epidemiologischem Risiko einreisen und ein negatives Testergebnis, ein Impfzertifikat oder ein Genesungszertifikat vorweisen können. Wenn Sie diesen Nachweis nicht mithaben, müssen Sie sich registrieren und den Test binnen 24 Stunden nachholen.

Sie müssen sich jedenfalls online registrieren, wenn sie aus einem Virusvariantenstaat einreisen. 

Sie müssen sich ebenfalls online registrieren, wenn Sie aus einem sonstigen Staat einreisen („Pre-Travel-Clearance“).Wenn Sie aus einem dieser Staaten wegen einem beruflichen Zweck einreisen oder wenn Sie einen Impf- oder Genesungsnachweis haben, müssen Sie sich nicht online registrieren.

 

Welchen Nachweis müssen Sie bei der Einreise mithaben? Wann gilt Ihre Impfung(en) als „Impfnachweis“ für die Einreise?

In den meisten Fällen (z.B., wenn Sie aus einem Land mit geringem epidemiologischem Risiko einreisen) benötigen Sie einen der folgenden Nachweise bei der Einreise (sogenannte Nachweise über eine geringe epidemiologische Gefahr):

  • Ärztliche Zeugnisse (Link zum Formular – Anlage A, die bestätigen, dass ein negatives Testergebnis, eine Impfung oder eine Genesung entsprechend den Vorgaben vorliegt.
  • Testergebnisse sind bei PCR-Tests 72 Stunden ab Probenahme und bei Antigen-Tests 48 Stunden ab Probenahme gültig. Antigen-Selbsttests, die behördlich erfasst wurden, sind 24 Stunden ab Probennahme gültig.
  • Für die Einreise mit dem Impfnachweis/Impfzertifikat müssen folgende Voraussetzungen vorliegen:
    • Es muss ein anerkannter Impfstoff verwendet worden sein (von BioNtech/Pfizer, von AstraZeneca, von Johnson & Johnson, von Moderna, Sinopharm oder Sinovac).
    • Es muss die Zweitimpfung bereits erhalten worden sein erhalten worden sein und zwischen der Erstimpfung und der Zweitimpfung mindestens 14 Tage verstrichen sein. Bei Impfstoffen, bei denen nur eine Impfdosis vorgesehen ist (derzeit nur Johnson & Johnson), muss die Impfung 21 Tage her sein. Nur wenn bereits eine COVID-Infektion (mindestens 21 Tage vor der Impfung) bzw. vor der Impfung bereits ein Nachweis über neutralisierende Antikörper vorlag, reicht eine Impfung als Impfnachweis.
    • Die Impfung darf nicht länger als neun Monate (270 Tage) zurückliegen.
    • Wenn eine dritte Impfung (bei Impfstoffen, bei denen zwei Impfdosen vorgesehen sind) oder eine zweite Impfung (bei Impfstoffen, bei denen nur eine Impfdosis vorgesehen ist) erhalten wurde, dann darf diese ebenfalls nur 360 Tage zurückliegen und muss zwischen der letzten Impfdosis und dieser mindestens 120 Tage verstrichen sein.  
       
  • In einem ärztlichen oder behördlichen Genesungszertifikat wird eine in den letzten sechs Monaten überstandene Infektion bestätigt. Auch ein Nachweis über neutralisierende Antikörper (nicht älter als drei Monate) gilt als Genesungszertifikat. 

Wenn Sie aus einem Virusvariantengebiet oder -staat einreisen, haben Sie keine Wahl, sondern müssen verpflichtend ein negatives PCR-Testergebnis bei der Einreise vorweisen können.

Wenn Sie aus einem sonstigen Staat einreisen einen Impf- oder Genesungsnachweis haben müssen sie in nicht in Quarantäne und sich auch nicht registrieren.

Wenn Sie sich auf eine Ausnahmebestimmung stützen, wie zum Beispiel die Einreise aus beruflichen Zwecken, müssen Sie außerdem einen Nachweis darüber mithaben, z.B. Firmenschreiben, Lieferscheine, Auftragsbestätigungen, Terminbestätigung eines Vorstellungsgespräches, etc. Für eine Einreise zu einem behördlichen Termin müssen Sie die entsprechende Einladung der Behörde vorweisen können.

 

 

Wie lange gelten diese Regelungen? 

Die auf dieser Seite beschriebenen Regelungen gelten ab 18. August und derzeit bis 30. September 2021, es können jedoch laufend Änderungen erfolgen. Wir versuchen, die Seite laufend aktuell zu halten, können jedoch die Aktualität und Richtigkeit nicht garantieren. Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen dazu haben, kontaktieren Sie gerne die ABA Servicestelle Einwanderung und Aufenthalt. 

Einreise zu beruflichen Zwecken

Was gilt als beruflicher Zweck?

Für Personen, die zu beruflichen Zwecken nach Österreich einreisen, gibt es Ausnahme-Regeln zum Einreiseverbot bzw. zu den Quarantäne-Bestimmungen (je nachdem, aus welchem Land man einreist).

Von der Einreise zu beruflichen Zwecken sind beispielsweise 24-h-Betreuerinnen und Betreuer und Reisen zur beruflichen Fortbildung umfasst. Auch die Einreise zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch, wenn es unbedingt in physischer Präsenz erforderlich ist, kann als beruflicher Zweck gelten. Es ist aber nicht ausdrücklich oder abschließend geregelt, was als beruflicher Zweck gilt.

Eine Einreise zu beruflichen Zwecken liegt vor, wenn die Einreise in unmittelbarem Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit steht. Auch wenn zu beruflichen Zwecken aus Österreich ausgereist wurde, liegt bei der Wiedereinreise eine Einreise zu beruflichen Zwecken vor. Es muss aber ein zeitlicher Zusammenhang mit dem beruflichen Termin bestehen (wenn z.B., ein Termin nur für drei Tage angesetzt ist, gibt es keinen mehrwöchigen Aufenthalt zu beruflichen Zwecken).

Sie müssen Ihre Einreise zu beruflichen Zwecken immer „glaubhaft“ machen, zum Beispiel mit der Vorlage eines Firmenschreibens, Lieferscheinen, Auftragsbestätigungen, der Terminbestätigung eines Vorstellungsgespräches, etc.

Was gilt, wenn Sie aus einem Land mit geringer epidemiologischer Gefahr einreisen?

Wer aus einem dieser Länder nach Österreich einreist (egal ob zu beruflichen Zwecken oder nicht), muss bei der Einreise ein ärztliches Zeugnis, ein negatives Testergebnis, oder ein Impf- bzw. Genesungszertifikat vorweisen. Wenn Sie nichts davon vorzeigen können, müssen Sie unverzüglich nach der Einreise (jedenfalls binnen 24 Stunden) einen Antigen- oder PCR-Test vornehmen. Die Kosten dafür müssen Sie selbst übernehmen.

Was gilt, wenn Sie aus beruflichen Zwecken aus einem Virusvariantengebiet und –staat einreisen?

Die Einreise aus diesen Ländern ist grundsätzlich verboten und nur in Ausnahmefällen erlaubt. Die Einreise zu beruflichen Zwecken ist aber eine solche Ausnahme. Sie müssen bei der bei der Einreise ein ärztliches Zeugnis über ein negatives Testergebnis vorweisen. Das gilt auch dann, wenn Sie vollimmunisiert sind. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn Sie ein ärztliches Zeugnis darüber haben, dass Sie in den letzten 90 Tagen mit COVID-19 infiziert und es mittlerweile nicht mehr sind, dieses 14 Tage nach Erstnachweis bzw. Symptombeginn ausgestellt wurde, Sie mindestens 48 Stunden vor Ausstellung des Attests symptomfrei sind und bestätigt wird, dass trotz positivem PCR-Test keine Ansteckungsgefahr mehr von Ihnen ausgeht. Sie müssen jedenfalls mindestens fünf Tage lang in Quarantäne. Die Quarantäne kann erst ab dem fünften Tag durch einen negativen PCR- oder Antigentest beendet werden. Der Tag der Einreise gilt als Tag Null, nicht als Tag Eins.  

Was gilt, wenn Sie aus beruflichen Zwecken aus einem sonstigen Staat einreisen?

Sie dürfen aus diesen Staaten einreisen und müssen bei der Einreise aus beruflichen Zwecken nicht in Quarantäne, wenn Sie bei der bei der Einreise ein ärztliches Zeugnis oder Testergebnis oder ein Impf- bzw. Genesungszertifikat vorweisen. Wenn Sie nichts davon vorzeigen können, müssen Sie grundsätzlich direkt nach der Einreise in Quarantäne.

Dürfen Sie Ihre Familie auf Ihre Geschäftsreise mitnehmen?

Wenn Sie aus einem Land mit geringer epidemiologischer Gefahr einreisen, können Sie Ihre Familie mitnehmen. Eine Einreise aus diesen Ländern ist möglich, Ihre Familie muss jedoch ein ärztliches Zeugnis, negatives Testergebnis oder ein Impf- bzw. Genesungszertifikat vorweisen oder binnen 24 Stunden nach Einreise einen PCR-Test oder Antigen-Test durchführen lassen.

Aus einem Virusvariantengebiet oder -staat dürfen Sie Ihre Familie grundsätzlich nicht nach Österreich mitnehmen, weil die Einreise aus beruflichen Zwecken nur für Ausnahmefälle gedacht ist.

Wenn Ihre Familie aus einem anderen Staat einreist, dann kommt es darauf an, ob und wann sie bereits geimpft wurden:

  • Wenn Ihre Familie ein Impfnachweis hat muss sie nicht in Quarantäne und sich auch nicht registrieren. Auch ungeimpfte Kinder unter 18 Jahren, die mit einreisen, sind dann von der Quarantäne- und Registrierungspflicht ausgenommen.
  • Ansonsten muss Ihre Familie ein negatives Testergebnis, Impfzertifikat oder Genesungszertifikat vorweisen und für mindestens fünf Tage in Quarantäne. Die Quarantäne kann erst ab dem fünften Tag durch einen negativen PCR- oder Antigentest beendet werden. Der Tag der Einreise gilt als Tag Null, nicht als Tag Eins.

Fachkräfte-Einwanderung

Sie sind EU/EWR-Bürgerin bzw. EU/EWR-Bürger, Schweizer Bürgerin oder Bürger, wohnen aber noch nicht in Österreich. Sie haben einen Job in Österreich bekommen. Dürfen Sie überhaupt einreisen? Und wenn ja, was müssen Sie beachten?

Ja, Sie dürfen nach Österreich einreisen – egal, in welchem Land Sie aktuell wohnen. Ob Sie in Quarantäne müssen oder nicht, hängt davon ob, woher Sie einreisen und ob sie schon geimpft/genesen sind (siehe oben). Die Einreise zum Arbeitsantritt gilt für Sie als beruflicher Zweck.

Auch Ihre Familie, die mit Ihnen im gemeinsamen Haushalt lebt, kann mit Ihnen einreisen - egal, welche Staatsangehörigkeit Ihre Familie hat. Auch hier kommt es wieder darauf an, woher Ihre Familie genau einreist:

  • Wenn Ihre Familie aus einem Land mit geringer epidemiologischer Gefahr einreist, muss sie ein ärztliches Zeugnis, negatives Testergebnis oder ein Impf- bzw. Genesungszertifikat vorweisen oder binnen 24 Stunden nach Einreise einen PCR-Test oder Antigen-Test durchführen lassen.
  • Wenn Ihre Familie aus einem Virusvariantengebiet oder -staat einreist, müssen Sie ein negatives PCR- Testergebnis vorweisen und für mindestens fünf Tage in Quarantäne. Die Quarantäne kann erst ab dem fünften Tag durch einen negativen PCR-Test beendet werden. Der Tag der Einreise gilt als Tag Null, nicht als Tag Eins.
  • Wenn Ihre Familie aus einem anderen Staat einreist, dann kommt es darauf an, ob und wann sie bereits geimpft wurden:
    • Wenn Ihre Familie ein Impfnachweis hat, muss sie nicht in Quarantäne und sich auch nicht registrieren. Auch ungeimpfte Kinder unter 18 Jahren, die mit einreisen, sind dann von der Quarantäne- und Registrierungspflicht ausgenommen
    • Ansonsten muss Ihre Familie ein negatives Testergebnis, Impfzertifikat oder Genesungszertifikat vorweisen und für mindestens fünf Tage in Quarantäne. Die Quarantäne kann erst ab dem fünften Tag durch einen negativen PCR- oder Antigentest beendet werden. Der Tag der Einreise gilt als Tag Null, nicht als Tag Eins.

Beispiel 1

Der Deutsche Max Mustermann lebt in Deutschland. Er hat einen Job in Österreich bekommen. Er reist aus Deutschland nach Österreich ein, um seine Arbeit anzutreten und muss nicht in Quarantäne. Er muss bei der Einreise einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorweisen können oder diesen binnen 24 Stunden nachholen.

Beispiel 2

Der Deutsche Max Mustermann lebt mit seiner Ehefrau (auch deutsche Staatsangehörige) in Kolumbien. Er hat einen Job in Österreich bekommen. Das Ehepaar kann gemeinsam einreisen. Sie müssen bei der Einreise ein negatives PCR- oder Antigen-Testergebnis oder eine Impf- oder Genesungszertifikat vorweisen. Er muss nicht in Quarantäne, da er aus beruflichen Zwecken (Arbeitsantritt) einreist. Wenn seine Ehefrau einen Impfnachweis hat, muss sie nicht in Quarantäne. Ansonsten muss seine Ehefrau, weil sie nicht zu einem beruflichen Zweck aus Kolumbien einreist, mindestens fünf Tage in Quarantäne.

Sie sind drittstaatsangehörig, wohnen in einem Drittstaat und möchten in Österreich vor Ort einen Job suchen. Geht das?

Wenn Sie aus einem Virusvariantengebiet oder -staat einreisen, können Sie nicht wie vor der Pandemie ohne Weiteres nach Österreich einreisen und in Österreich Ihre visumsfreien Tage verbringen. Sie können aber für ein Bewerbungsgespräch einreisen, wenn dies nicht virtuell durchgeführt werden kann. Sie müssen diesen Ausnahmegrund bei der Einreise, z.B. mit der die Einladung des Unternehmens nachweisen können. Außerdem benötigen Sie ein negatives PCR-Testergebnis und müssen für mindestens fünf Tage in Quarantäne. Die Quarantäne kann erst ab dem fünften Tag durch einen negativen PCR-Test beendet werden. Der Tag der Einreise gilt als Tag Null, nicht als Tag Eins. Wenn Sie aus einem Staat mit geringer epidemiologischer Gefahr oder einem sonstigen Staat für ein Bewerbungsgespräch einreisen, müssen Sie nicht in Quarantäne.

Wenn Sie ohne einen besonderen Grund, wie etwa ein Bewerbungsgespräch, zur Jobsuche einreisen, können Sie das – wenn Sie grundsätzlich visafrei einreisen können – machen, solange Sie die Voraussetzungen erfüllen. Sie müssen jedenfalls ein negatives Testergebnis, ärztliches Zeugnis, Impfzertifikat oder Genesungszertifikat haben. Dies kann je nach Staat, aus dem Sie einreisen, auch die Registrierung und/oder Quarantäne umfassen.

Kontaktieren Sie bei Fragen gerne die ABA Servicestelle für Einwanderung und Aufenthalt.

Sie sind drittstaatsangehörig, wohnen in einem Drittstaat und können eigentlich visumsfrei nach Österreich und in den Schengen-Raum einreisen. Sie haben einen österreichischen Aufenthaltstitel beantragt und nun ist der Prozess abgeschlossen:

Sie haben eine Einladung der Aufenthaltsbehörde zur Abholung Ihres Aufenthaltstitels bekommen. Was müssen Sie bei der Einreise beachten? 

Sie können mit einem gültigen ärztlichen Zeugnis, Testergebnis, Impf- oder Genesungszertifikat einreisen. Wenn Sie dazu Ihr Einladungsschreiben zur Abholung des Aufenthaltstitels vorweisen, müssen Sie nicht in Quarantäne.

Besondere Regelungen bestehen aber für die Einreise aus Gebiet oder Staat mit geringem epidemiologischem Risiko und aus einem Virusvariantengebiet oder -staat:

Sie können aus einem Land mit geringem epidemiologischem Risiko ohne Nachweis über eine Ausnahmeregelung einreisen, wenn Sie bei der Einreise ein ärztliches Zeugnis, ein negatives Testergebnis, oder ein Impf- bzw. Genesungszertifikat vorweisen. Wenn Sie nichts davon vorzeigen können, müssen Sie unverzüglich nach der Einreise (jedenfalls binnen 24 Stunden) einen Antigen- oder PCR-Test vornehmen. Die Kosten dafür müssen Sie selbst übernehmen. 

Wenn Sie aus einem Virusvariantengebiet oder -staat einreisen, müssen Sie das Einladungsschreiben und ein ärztliches Zeugnis oder PCR-Testergebnis vorweisen (eine Ausnahme besteht unter bestimmten Umständen für Genesene, siehe oben bei der Frage „Was gilt, wenn Sie aus beruflichen Zwecken aus einem Virusvariantengebiet und –staat einreisen?“) Ein Impfzertifikat reicht nicht aus!

Beispiel

Der US-Amerikaner Philipp Jones lebt in den USA und hat den Antrag auf eine Rot-Weiß-Rot – Karte gestellt. Er hat eine Benachrichtigung von der österreichischen Aufenthaltsbehörde bekommen, in der steht, dass er nur noch nach Österreich einreisen muss und bei der Behörde seine Fingerabdrücke abgeben und seine originalen Dokumente vorzeigen muss. Als US-Amerikaner darf er grundsätzlich visumsfrei nach Österreich einreisen. Er muss bei der Einreise nicht in Quarantäne, wenn er ein ärztliches Zeugnis, negatives Testergebnis, oder ein Impf- bzw. Genesungszertifikat vorweisen kann.

Sie sind drittstaatsangehörig und wohnen in einem EU-Land bzw. in Andorra, Monaco, San Marino, dem Vatikan, der Schweiz.

Sie sind mitten im Prozess, einen österreichischen Aufenthaltstitel zu bekommen und möchten jetzt für den letzten Teil nach Österreich kommen (z.B. für den letzten Behördentermin). Geht das?

Ja, Sie können ohne spezielles Visum nach Österreich einreisen, solange Sie einen gültigen Aufenthaltstitel für das Land haben, in dem Sie leben. Sie müssen lediglich darauf achten, dass Sie in den letzten 180 Tagen nicht länger als 90 Tage im Schengen-Raum waren – außer natürlich in dem Land, in dem Sie wohnen. Es ist irrelevant, ob Sie grundsätzlich aufgrund Ihrer Staatsangehörigkeit visumsfrei nach Österreich einreisen dürfen oder nicht. Wenn Sie aus Ihrem Wohnland einreisen, müssen Sie nicht in Quarantäne, wenn Sie ein ärztliches Zeugnis, ein negatives Testergebnis, oder ein Impf-bzw. Genesungszertifikat vorweisen können.

Wenn Sie bereits eine Einladung der Aufenthaltsbehörde für Abholung Ihres Aufenthaltstitels haben, dann gilt das als sogenannte behördlich auferlegte Pflicht zur Einreise. In diesem Fall sind Sie - egal aus welchem Land Sie einreisen - von der Quarantänepflicht ausgenommen. Sie müssen jedoch, wenn Sie aus einem Virusvariantenstaat einreisen oder sich dort innerhalb der letzten zehn Tage aufgehalten haben, jedenfalls ein negatives PCR-Testergebnis haben, in diesem Fall reicht der Nachweis einer Impfung oder Genesung nicht aus. Eine Ausnahme besteht unter bestimmten Umständen für Genesene, siehe oben bei der Frage „Was gilt, wenn Sie aus beruflichen Zwecken aus einem Virusvariantengebiet und –staat einreisen?“.

Beispiel

Die Russin Irina Tolkova lebt in Belgien und hat den Antrag auf eine Rot-Weiß-Rot – Karte gestellt. Sie hat eine Benachrichtigung von der österreichischen Aufenthaltsbehörde bekommen, in der steht, dass sie nur noch nach Österreich einreisen muss und bei der Behörde ihre Fingerabdrücke abgeben und ihre originalen Dokumente vorzeigen muss. Weil Irina Tolkova einen gültigen Aufenthaltstitel für Belgien hat, darf sie ohne ein spezielles Visum nach Österreich einreisen. Wenn Sie aus Belgien einreist und sich auch in den letzten zehn Tagen nur in Belgien aufgehalten hat, muss sie nicht verpflichtend in Quarantäne. Sie muss bei der Einreise ein Testergebnis, ein Impfzertifikat oder ein Genesungszertifikat haben oder den Test innerhalb von 24 Stunden nachholen.

Sie sind drittstaatsangehörig und wohnen in einem Drittstaat, aus dem sie nicht visafrei einreisen dürfen. Sie sind im Prozess, einen österreichischen Aufenthaltstitel zu bekommen.

Die Österreichische Botschaft hat Sie dazu aufgefordert, ein Visum D zu beantragen. Aber können Sie trotz Pandemie überhaupt nach Österreich einreisen? 

Sie können – auch aus einem Virusvariantenstaat – jedenfalls nach Österreich einreisen, sobald Sie eine Einladung für die Abholung eines Aufenthaltstitels haben. Diese Einladung ist der Nachweis für eine sogenannte behördliche auferlegte Pflicht für Ihre Einreise nach Österreich. Wenn Sie KEINEN Behördentermin haben, aber zum Beispiel noch ein gültiges Visum D besitzen, können Sie aus einem Virusvariantenstaat in der Regel nicht nach Österreich einreisen – außer, Sie können einen anderen Ausnahmegrund nachweisen. Sie müssen in diesem Fall ein negatives PCR-Testergebnis vorweisen können. (eine Ausnahme besteht unter bestimmten Umständen für Genesene, siehe oben bei der Frage „Was gilt, wenn Sie aus beruflichen Zwecken aus einem Virusvariantengebiet und –staat einreisen?“).  Sie müssen dann nicht in Quarantäne, wenn Sie eine Einladung für die Abholung des Aufenthaltstitels haben.

Aus einem Land mit einem geringen epidemiologischen Risiko und aus anderen Staaten können Sie mit einem Impfzertifikat, ein Genesungszertifikat oder einen negativen Test einreisen. Sie müssen sich in diesem Fall nicht online registrieren und auch nicht in Quarantäne, wenn Sie eine Einladung für die Abholung eines Aufenthaltstitels haben. Sie dürfen sich auch in den letzten zehn Tagen nur in einem solchen Land aufgehalten haben.

Beispiel

 Die Russin Irina Tolkova lebt in Russland und hat den Antrag auf eine Rot-Weiß-Rot – Karte gestellt. Sie hat eine Benachrichtigung von der österreichischen Botschaft in Moskau bekommen, in der steht, dass ihr Antrag bewilligt wurde und sie ein Visum D beantragen muss. Sobald Irina Tolkova eine Einladung zur Abholung Ihres Aufenthaltstitels und Ihr Visum D hat, kann sie nach Österreich einreisen. SIe muss nicht in Quarantäne weil Sie ein negatives Testergebnis und die Einladung der Österreichischen Behörde vorweisen kann. 

Wenn Sie Fragen dazu haben, wie Sie und/oder Ihre Familie aktuell nach Österreich einreisen können, an welche Behörde Sie sich dafür wenden müssen, etc., kontaktieren Sie gerne die ABA Servicestelle Einwanderung und Aufenthalt.

Pendlerinnen und Pendler

Wenn Sie regelmäßig aus beruflichen Zwecken nach Österreich pendeln, gelten für Sie besondere Regelungen: 

  • Sie dürfen mit einem ärztlichen Zeugnis, einem negativen Testergebnis (Antigen- oder PCR-Test) einem Impfzertifikat oder einem Genesungszertifikat nach Österreich einreisen. Alternativ müssen Sie unverzüglich nach der Einreise (jedenfalls binnen 24 Stunden) eine Antigen- oder PCR-Test vornehmen.
  • Dieser Test darf maximal sieben Tage alt sein (ab Probenentnahme), wenn Sie aus einem Staat mit einem geringen epidemiologischen Risiko einreisen und Sie sich in den letzten zehn Tagen auch nicht in einem anderen Staat aufgehalten haben. 
  • Dieser Test darf maximal 72 Stunden alt sein (ab Probenentnahme), wenn Sie aus einem anderen Staat einreisen oder sich dort in den letzten zehn Tagen aufgehalten haben.  
  • Die Registrierung für die „Pre-Travel-Clearance“  ist alle 28 Tage durchzuführen. Außerdem muss man bei jeder Änderung von Wohn- oder Aufenthaltsadresse, etc. die „Pre-Travel-Clearance“ durchführen. Ausgenommen sind Personen, die aus einem Staat mit einem geringen epidemiologischen Risiko einreisen.

Bitte beachten Sie, dass die Austrian Business Agency/Work in Austria trotz sorgfältiger Recherche die Richtigkeit dieser Angaben nicht garantiert und dafür auch in keinster Form haftet. Die Ausführungen erheben auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Austrian Business Agency/Work in Austria ist keine Behörde und nimmt weder Anträge auf Aufenthaltstitel entgegen noch entscheidet sie über Anträge auf Aufenthaltstitel. Wenn Sie weitere Informationen bzw. Beratung zu Einwanderung und Aufenthalt benötigen, kontaktieren Sie uns jederzeit gerne.

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Die ABA - Servicestelle für Aufenthalt und Einwanderung bietet kostenfreie Beratung für Fachkräfte im staatlichen Auftrag.