Die Rot-Weiß-Rot – Karte

Österreich bietet mit der Rot-Weiß-Rot – Karte einen Aufenthaltstitel für Drittstaatsangehörige an, die als Fachkräfte in Österreich arbeiten möchten und dauerhaft in Österreich bleiben wollen. Es gibt nicht nur eine Rot-Weiß-Rot – Karte, sondern insgesamt sechs Unterkategorien. Jede Unterkategorie richtet sich an eine spezielle Zielgruppe. Die meisten der Unterkategorien basieren auf einem sogenannten Punktesystem. Das bedeutet, dass Sie nur dann eine bestimmte Rot-Weiß-Rot – Karte erhalten, wenn Sie genügend Punkte erreichen.

Von den sechs Rot-Weiß-Rot – Karten gibt es vier für Drittstaatsangehörige, die ein verbindliches Jobangebot in einem Unternehmen in Österreich haben:

Die Rot-Weiß-Rot – Karte für Fachkräfte in Mangelberufen richtet sich an Drittstaatsangehörige, die ein Jobangebot und eine Ausbildung in einem Mangelberuf haben. Dafür gibt es eine Liste mit Mangelberufen, die jährlich aktualisiert wird und sich am Fachkräftebedarf orientiert.

Die Rot-Weiß-Rot – Karte für StudienabsolventInnen richtet sich an Drittstaatsangehörige, die im letzten Jahr ein Studium an einer österreichischen Universität oder Fachhochschule abgeschlossen haben und ein dazu passendes Jobangebot haben.

Die Rot-Weiß-Rot – Karte für Besonders Hochqualifizierte richtet sich an Drittstaatsangehörige, die besondere Qualifikationen vorweisen können. Dazu gehört zum Beispiel langjährige Berufserfahrung in Führungspositionen.

Die Rot-Weiß-Rot – Karte für Sonstige Schlüsselkräfte richtet sich an alle Fachkräfte, die nicht in andere Kategorien fallen, aber trotzdem ein Jobangebot als Fachkraft haben. Altersabhängige Mindestgehälter müssen beachtet werden.

Auch die Blaue Karte ist ein Aufenthaltstitel, der sich an Drittstaatsangehörige mit einem verbindlichen Jobangebot richtet. Fachkräfte müssen hier unter anderem ein vergleichsweise hohes Mindestgehalt beachten.

Die anderen beiden Rot-Weiß-Rot – Karten gibt es für Drittstaatsangehörige, die in Österreich ein Unternehmen gründen wollen:

Die Rot-Weiß-Rot – Karte für Selbstständige Schlüsselkräfte richtet sich an Drittstaatsangehörige, deren zukünftiges Unternehmen einen positiven Effekt für die wirtschaftliche Entwicklung Österreichs haben muss. Unter anderem muss dafür ein Investitionstransfer von mindestens € 100.000 nachgewiesen werden.

Die Rot-Weiß-Rot – Karte für Start-Up-GründerInnen richtet sich an Drittstaatsangehörige, deren zukünftiges Unternehmen eine innovative Bereicherung für die österreichische Wirtschaft sein muss. Unter anderem muss dafür ein Investitionstransfer von mindestens € 50.000 nachgewiesen werden.

Die Familienzusammenführung bzw. die gemeinsame Einwanderung als Familie ist bei allen diesen Aufenthaltstiteln möglich. Familienangehörige (Ehefrau/Ehemann, eingetragene Partnerin/eingetragener Partner, Kinder) können eine Rot-Weiß-Rot-Karte Plus  beantragen, mit der sie freien Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt haben.

Drittstaatsangehörige Fachkräfte, die Ehepartnerinnen/Ehepartner bzw. eingetragene Partnerinnen/eingetragene Partner oder Eltern von EU-Bürgerinnen/EU-Bürgern sind, müssen keine Rot-Weiß-Rot – Karte oder Blaue Karte beantragen. Sie können eine sogenannte Aufenthaltskarte  beantragen. Damit haben sie freien Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt. Sie können also sowohl angestellt als auch selbstständig arbeiten und sind nicht an einen Arbeitgeber gebunden.

Drittstaatsangehörige Fachkräfte, die die Ehepartnerinnen/Ehepartner bzw. eingetragene Partnerinnen/eingetragene Partner von Österreicherinnen/Österreichern, müssen ebenfalls keine Rot-Weiß-Rot – Karte beantragen, um in Österreich arbeiten zu können. Sie können einen sogenannten Aufenthaltstitel Familienangehöriger beantragen. Damit haben sie freien Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt. Sie können also sowohl angestellt als auch selbstständig arbeiten.

Österreich veröffentlicht jedes Jahr eine Liste mit Mangelberufen. Fachkräfte in diesen Mangelberufen können in der Regel schneller nach Österreich einwandern als andere Fachkräfte. Das liegt vor allem daran, dass kein Ersatzkraftverfahren nötig ist.

Um diese Rot-Weiß-Rot – Karte zu erhalten, müssen Sie in einem gesetzlich festgelegten Punktesystem genug Punkte erhalten. Es gibt fünf Kategorien, in denen Sie Punkte sammeln können:

  1. Qualifikationen (Ausbildung bzw. Studium im Mangelberuf)
  2. Berufserfahrung, die Sie nach Ihrer Ausbildung in Ihrem Fachbereich gesammelt haben
  3. Deutschkenntnisse
  4. Englischkenntnisse
  5. Alter

Hier finden Sie das gesamte Punktesystem der Rot-Weiß-Rot – Karte für Fachkräfte in Mangelberufen.

Bitte beachten Sie:

  • Sie müssen mindestens 55 Punkte erreichen.
  • Jede Kategorie hat Maximalpunkte, die Sie nicht überschreiten können. Wenn Sie beispielsweise mehr als zehn Jahre relevante Berufserfahrung haben, erhalten Sie trotzdem nicht mehr als 20 Punkte für Ihre Berufserfahrung.
  • Sie müssen nicht in jeder Kategorie Punkte erhalten. Es reicht, wenn Sie mindestens 55 Punkte erreichen!
  • Sie erhalten nur dann Punkte für Ihre Ausbildung bzw. Ihr Studium, wenn sie bzw. es zu dem Jobangebot im Mangelberuf passt. Wenn Sie beispielsweise ein Jobangebot als Software-Entwickler erhalten haben, wird ein Studium der Philosophie nicht ausreichend fachrelevant sein.
  • Es werden in der Regel nur volle Jahre Berufserfahrung gezählt. Praktika und selbstständige Tätigkeiten werden in der Regel nicht zur Berufserfahrung gezählt. Nachweise der Berufserfahrung müssen mindestens das Startdatum, Enddatum und eine Positionsbeschreibung enthalten.
  • Sprachzertifikate dürfen nicht älter als ein Jahr sein, wenn Sie den Antrag auf die Rot-Weiß-Rot – Karte stellen. Deutschzertifikate werden von folgenden Institutionen akzeptiert: ÖSD, Goethe-Institut, Telc GmbH, ÖIF. Englischzertifikate werden von folgenden Institutionen akzeptiert: Cambridge, TELC, IELTS, TOEIC, TOEFL.
  • Es gilt in der Regel das Alter, das Sie zum Zeitpunkt der Antragstellung haben.
  • Es gibt kein gesondertes Mindestgehalt für die Rot-Weiß-Rot – Karte für Fachkräfte in Mangelberufen. Ihr Arbeitgeber in Österreich muss Sie aber nach dem Kollektivvertrag bezahlen.

Achtung

Wenn Sie zwar eine Ausbildung (zum Beispiel ein Studium) im Mangelberuf haben, aber kein Jobangebot im Mangelberuf, ist die Rot-Weiß-Rot – Karte für Fachkräfte in Mangelberufen nicht zielführend. Das gilt auch, wenn Sie zwar ein Jobangebot im Mangelberuf, aber keine Ausbildung im Mangelberuf haben. Sie können stattdessen aber herausfinden, ob die Blaue Karte, die Rot-Weiß-Rot – Karte für Besonders Hochqualifizierte oder die Rot-Weiß-Rot – Karte für Sonstige Schlüsselkräfte zu Ihrer Situation passt. Insbesondere die Rot-Weiß-Rot – Karte für Sonstige Schlüsselkräfte folgt dem genau gleichen Punktesystem wie die Rot-Weiß-Rot – Karte für Fachkräfte in Mangelberufen und kann daher eine attraktive Alternative für Sie sein. Wenn Sie im letzten Jahr Ihr Studium in Österreich abgeschlossen haben, könnte die Rot-Weiß-Rot – Karte für StudienabsolventInnen eine gute Option für Sie sein.


Diese Dokumente müssen Sie jedenfalls einreichen, um eine Rot-Weiß-Rot – Karte für Fachkräfte in Mangelberufen zu bekommen:

  • Antragsformular (Link zu Formular und Ausfüllhilfe)
  • Reisepass
  • Passfoto nach EU-Kriterien (nicht älter als 6 Monate)
  • Arbeitsrelevante Dokumente:
    • Verbindliches Jobangebot (beidseitig unterschrieben)
    • Aktueller Lebenslauf
    • Nachweis der Qualifikation bzw. Ausbildung (Universitäts-Diplom, etc.)
    • Nachweis der Berufserfahrung (Dienstzeugnisse, etc.)
    • Sprachzertifikate, wenn nötig
  • Arbeitgeber-Dokumente:
    • Arbeitgebererklärung (Link zu Formular und Ausfüllhilfe)
    • Stellenbeschreibung
  • Persönliche Dokumente:
    • Geburtsurkunde
    • Strafregisterbescheinigung
  • Gebühren: 160 Euro

Bitte beachten Sie:

  • Die Gültigkeit Ihrer Rot-Weiß-Rot – Karte hängt davon ab, bis wann Ihr Jobangebot gilt und wie lange Ihr Pass gültig ist. Wenn beide mindestens zwei Jahre gültig sind, ist auch Ihre Rot-Weiß-Rot – Karte zwei Jahre lang gültig.
  • Je nachdem, in welchem Land Sie leben, müssen Sie eine oder mehrere Strafregisterbescheinigungen vorzeigen. Hier können Sie nachschauen, welche Strafregisterbescheinigungen Sie besorgen müssen.
  • Persönliche Dokumente müssen eine spezielle Verifizierung haben, damit sie anerkannt werden. Das hängt davon ab, in welchem Land die Dokumente ausgestellt wurden. Hier können Sie nachschauen, welche Art von Verifizierung nötig ist. 
  • Wenn Ihre persönlichen Dokumente nicht auf Deutsch oder Englisch sind, müssen sie in der Regel von einer gerichtlich beeideten Übersetzerin oder einem gerichtlich beeideten Übersetzer übersetzt werden.
  • Es kann sein, dass Sie mehr als 160 Euro Gebühr zahlen müssen, wenn Sie zusätzliche persönliche Dokumente vorzeigen müssen oder ein Visum D benötigen.  

Sie müssen diese Voraussetzungen erfüllen:

  1. Sie haben in den letzten zwölf Monaten vor Antragstellung in Österreich ein Studium erfolgreich abgeschlossen. Es werden nur Abschlüsse von staatlichen Hochschulen (Universitäten oder Fachhochschulen) oder von akkreditierten privaten Hochschulen (Universitäten oder Fachhochschulen) anerkannt.
  2. Sie haben ein Jobangebot in einem Unternehmen in Österreich erhalten, das zu Ihrem Studium passt.

Ihr Arbeitgeber in Österreich zahlt Ihnen im Jahr 2021 mindestens 2.497,50 Euro Bruttomonatsgehalt. Dieses Mindestgehalt ist gesetzlich vorgeschrieben.


Achtung

Wenn Sie Ihr Studium nicht in Österreich abgeschlossen haben oder der Abschluss weiter als ein Jahr zurück liegt, ist die Rot-Weiß-Rot – Karte für StudienabsolventInnen nicht zielführend. Sie können stattdessen aber herausfinden, ob die Blaue Karte, die Rot-Weiß-Rot – Karte für Besonders Hochqualifizierte, die Rot-Weiß-Rot – Karte für Fachkräfte in Mangelberufen oder die Rot-Weiß-Rot – Karte für Sonstige Schlüsselkräfte zu Ihrer Situation passt.


Diese Dokumente müssen Sie jedenfalls einreichen, um eine Rot-Weiß-Rot – Karte für StudienabsolventInnen zu bekommen:

  • Antragsformular (Link zu Formular und Ausfüllhilfe)
  • Reisepass
  • Passfoto nach EU-Kriterien (nicht älter als 6 Monate)
  • Arbeitsrelevante Dokumente:
    • Verbindliches Jobangebot (beidseitig unterschrieben)
    • Aktueller Lebenslauf
    • Nachweis des erfolgreich abgeschlossenen Studiums (Diplom, etc.)
  • Arbeitgeber-Dokumente:
    • Arbeitgebererklärung (Link zu Formular und Ausfüllhilfe)
    • Stellenbeschreibung
  • Persönliche Dokumente:
    • Geburtsurkunde
    • Strafregisterbescheinigung, wenn Sie nicht mehr in Österreich leben
  • Gebühren: 160 Euro

Bitte beachten Sie:

  • Die Gültigkeit Ihrer Rot-Weiß-Rot – Karte hängt davon ab, bis wann Ihr Jobangebot gilt und wie lange Ihr Pass gültig ist. Wenn beide mindestens zwei Jahre gültig sind, ist auch Ihre Rot-Weiß-Rot – Karte zwei Jahre lang gültig.
  • Je nachdem, in welchem Land Sie leben, müssen Sie eine oder mehrere Strafregisterbescheinigungen vorzeigen. Hier können Sie nachschauen, welche Strafregisterbescheinigungen Sie besorgen müssen (Link). Wenn Sie immer noch in Österreich leben, müssen Sie keine Strafregisterbescheinigung besorgen.
  • Persönliche Dokumente müssen eine spezielle Verifizierung haben, damit sie anerkannt werden. Das hängt davon ab, in welchem Land die Dokumente ausgestellt wurden. Hier können Sie nachschauen, welche Art von Verifizierung nötig ist. (Link).
  • Wenn Ihre persönlichen Dokumente nicht auf Deutsch oder Englisch sind, müssen sie in der Regel von einer gerichtlich beeideten Übersetzerin oder einem gerichtlich beeideten Übersetzer übersetzt werden.
  • Es kann sein, dass Sie mehr als 160 Euro Gebühr zahlen müssen, wenn Sie zusätzliche persönliche Dokumente vorzeigen müssen oder ein Visum D benötigen.  

Wussten Sie, dass Sie nach Abschluss Ihres Studiums Ihre Aufenthaltsbewilligung Student um zwölf Monate verlängern lassen können? In diesen zwölf Monaten dürfen Sie in Österreich einen Job suchen. Wenn Sie ein Jobangebot erhalten, können Sie die Rot-Weiß-Rot – Karte für StudienabsolventInnen beantragen. Sie erhalten die verlängerte Aufenthaltsbewilligung Student aber unter anderem nur dann, wenn Sie nachweisen können, dass Sie sich finanziell selbst erhalten können und krankenversichert sind. Sie können mit Ihrer „Aufenthaltsbewilligung Student“ auch arbeiten – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen und mit einer Beschäftigungsbewilligung.


Um diese Rot-Weiß-Rot – Karte zu erhalten, müssen Sie in einem gesetzlich festgelegten Punktesystem eine ausreichende Punkteanzahl erhalten. Es gibt mehrere Kategorien, in denen Sie Punkte sammeln können:

  1. Qualifikationen und besondere Fähigkeiten
  2. Berufserfahrung (passend zur Ausbildung und/oder in Führungspositionen)
  3. Sprachkenntnisse
  4. Alter
  5. Studium (bzw. Teile des Studiums) in Österreich

Hier finden Sie das gesamte Punktesystem der Rot-Weiß-Rot – Karte für Besonders Hochqualifizierte.

Bitte beachten Sie:

  • Im Regelfall müssen Sie mindestens 70 Punkte erreichen.
  • Jede Kategorie hat Maximalpunkte, die Sie nicht überschreiten können. Wenn Sie beispielsweise mehr als zehn Jahre relevante Berufserfahrung haben, erhalten Sie trotzdem nicht mehr als 20 Punkte für Ihre Berufserfahrung.
  • Sie müssen nicht in jeder Kategorie Punkte erhalten. Es reicht, wenn Sie mindestens 70 Punkte erreichen!
  • Sie erhalten nur dann Punkte für Ihre Ausbildung bzw. Ihr Studium, wenn sie bzw. es zu dem Jobangebot passt. Wenn Sie beispielsweise ein Jobangebot als Software-Entwickler erhalten haben, wird ein Studium der Philosophie nicht ausreichend fachrelevant sein.
  • Wenn Sie im letzten Kalenderjahr in einer Führungsposition in einem börsennotierten (oder positiv bewerteten) Unternehmen tätig waren, kann Ihnen dies viele Punkte einbringen. Wichtig ist, dass der Nachweis über das Bruttojahresgehalt von einer öffentlichen Stelle kommt (Finanzamt, etc.).
  • Es werden nur Auszeichnungen und Preise anerkannt, die für besondere fachliche Leistungen verliehen wurden und international bekannt oder in Fachkreisen von herausragender Bedeutung sind. Nicht anerkannt werden Preise, die für einen besonderen Studienerfolg verliehen werden.
  • Publikationen werden allgemein dann anerkannt, wenn sie in internationalen Fachjournalen veröffentlicht und registriert sind.
  • Patente müssen ebenfalls registriert sein.
  • Es werden in der Regel nur volle Jahre Berufserfahrung gezählt. Praktika und selbstständige Tätigkeiten werden in der Regel nicht zur Berufserfahrung gezählt. Nachweise der Berufserfahrung müssen mindestens das Startdatum, Enddatum und eine Positionsbeschreibung enthalten.
  • Sprachzertifikate dürfen nicht älter als ein Jahr sein, wenn Sie den Antrag auf die Rot-Weiß-Rot – Karte stellen. Deutschzertifikate werden von folgenden Institutionen akzeptiert: ÖSD, Goethe-Institut, Telc GmbH, ÖIF. Englischzertifikate werden von folgenden Institutionen akzeptiert: Cambridge, TELC, IELTS, TOEIC, TOEFL.
  • Es gilt in der Regel das Alter, das Sie zum Zeitpunkt der Antragstellung haben.
  • Es gibt kein gesondertes Mindestgehalt für die Rot-Weiß-Rot – Karte für Besonders Hochqualifizierte. Ihr Arbeitgeber in Österreich muss Sie aber nach dem Kollektivvertrag bezahlen.

Wenn Sie die nötigen Punkte nicht erreichen können Sie stattdessen herausfinden, ob die Blaue Karte, die Rot-Weiß-Rot – Karte für Fachkräfte in Mangelberufen oder die Rot-Weiß-Rot – Karte für Sonstige Schlüsselkräfte zu Ihrer Situation passt. Insbesondere die Rot-Weiß-Rot – Karte für Fachkräfte in Mangelberufen kann eine attraktive Alternative für Sie sein, wenn Sie ein Jobangebot in einem der gesetzlich definierten Mangelberufe haben. Wenn Sie im letzten Jahr Ihr Studium in Österreich abgeschlossen haben, könnte die Rot-Weiß-Rot – Karte für StudienabsolventInnen eine gute Option für Sie sein.


Diese Dokumente müssen Sie jedenfalls einreichen, um eine Rot-Weiß-Rot – Karte für Besonders Hochqualifizierte zu bekommen:

  • Antragsformular
  • Reisepass
  • Passfoto nach EU-Kriterien (nicht älter als 6 Monate)
  • Arbeitsrelevante Dokumente:
    • Verbindliches Jobangebot (beidseitig unterschrieben)
    • Aktueller Lebenslauf
    • Nachweis der Qualifikation bzw. Ausbildung (Universitäts-Diplom, etc.)
    • Nachweis zusätzlicher Qualifikationen (Patenteintragungen, etc.)
    • Nachweis der Berufserfahrung (Dienstzeugnisse, etc.)
    • Sprachzertifikate, wenn nötig
  • Arbeitgeber-Dokumente:
    • Arbeitgebererklärung
    • Stellenbeschreibung
  • Persönliche Dokumente:
    • Geburtsurkunde
    • Strafregisterbescheinigung
  • Gebühren: 160 Euro

Bitte beachten Sie:

  • Die Gültigkeit Ihrer Rot-Weiß-Rot – Karte hängt davon ab, bis wann Ihr Jobangebot gilt und wie lange Ihr Pass gültig ist. Wenn beide mindestens zwei Jahre gültig sind, ist auch Ihre Rot-Weiß-Rot – Karte zwei Jahre lang gültig.
  • Je nachdem, in welchem Land Sie leben, müssen Sie eine oder mehrere Strafregisterbescheinigungen vorzeigen. Hier können Sie nachschauen, welche Strafregisterbescheinigungen Sie besorgen müssen.
  • Persönliche Dokumente müssen eine spezielle Verifizierung haben, damit sie anerkannt werden. Das hängt davon ab, in welchem Land die Dokumente ausgestellt wurden. Hier können Sie nachschauen, welche Art von Verifizierung nötig ist.
  • Wenn Ihre persönlichen Dokumente nicht auf Deutsch oder Englisch sind, müssen sie in der Regel von einer gerichtlich beeideten Übersetzerin oder einem gerichtlich beeideten Übersetzer übersetzt werden.
  • Es kann sein, dass Sie mehr als 160 Euro Gebühr zahlen müssen, wenn Sie zusätzliche persönliche Dokumente vorzeigen müssen oder ein Visum D benötigen. 

Achtung

Wenn Sie mindestens 70 Punkte erreichen, können Sie bei der österreichischen Vertretungsbehörde (Botschaft/Konsulat) in Ihrem Wohnland ein Visum D als Arbeitssuche-Visum beantragen. Mit diesem Visum dürfen Sie nach Österreich einreisen und bis zu sechs Monate lang direkt in Österreich einen Job suchen. Sobald Sie ein Jobangebot haben, können Sie in Österreich Ihre Rot-Weiß-Rot – Karte für Besonders Hochqualifizierte beantragen. Bitte beachten Sie, dass die Prüfung eines Arbeitssuche-Visums mehrere Monate lang dauern kann.


Um diese Rot-Weiß-Rot – Karte zu erhalten, müssen Sie in einem gesetzlich festgelegten Punktesystem genug Punkte erhalten. Es gibt fünf Kategorien, in denen Sie Punkte sammeln können:

  1. Qualifikationen (Ausbildung bzw. Studium)
  2. Berufserfahrung, die Sie nach Ihrer Ausbildung in Ihrem Fachbereich gesammelt haben
  3. Deutschkenntnisse
  4. Englischkenntnisse
  5. Alter

Hier finden Sie das gesamte Punktesystem der Rot-Weiß-Rot – Karte für Sonstige Schlüsselkräfte.

Bitte beachten Sie:

  • Sie müssen mindestens 55 Punkte erreichen.
  • Jede Kategorie hat Maximalpunkte, die Sie nicht überschreiten können. Wenn Sie beispielsweise mehr als zehn Jahre relevante Berufserfahrung haben, erhalten Sie trotzdem nicht mehr als 20 Punkte für Ihre Berufserfahrung.
  • Sie müssen nicht in jeder Kategorie Punkte erhalten. Es reicht, wenn Sie mindestens 55 Punkte erreichen!
  • Sie erhalten in der Regel nur dann Punkte für Ihre Ausbildung bzw. Ihr Studium, wenn sie bzw. es zu dem Jobangebot passt. Wenn Sie beispielsweise ein Jobangebot als Pflegekraft erhalten haben, wird eine Ausbildung in der Elektrotechnik nicht fachrelevant sein.
  • Es werden in der Regel nur volle Jahre Berufserfahrung gezählt. Praktika und selbstständige Tätigkeiten werden in der Regel nicht zur Berufserfahrung gezählt. Nachweise der Berufserfahrung müssen mindestens das Startdatum, Enddatum und eine Positionsbeschreibung enthalten.
  • Sprachzertifikate dürfen nicht älter als ein Jahr sein, wenn Sie den Antrag auf die Rot-Weiß-Rot – Karte stellen. Deutschzertifikate werden von folgenden Institutionen akzeptiert: ÖSD, Goethe-Institut, Telc GmbH, ÖIF. Englischzertifikate werden von folgenden Institutionen akzeptiert: Cambridge, TELC, IELTS, TOEIC, TOEFL.
  • Es gilt in der Regel das Alter, das Sie zum Zeitpunkt der Antragstellung haben.
  • Es gibt ein besonderes Mindestgehalt für die Rot-Weiß-Rot – Karte für Sonstige Schlüsselkräfte. Wenn Sie unter 30 sind, müssen Sie im Jahr 2021 ein Bruttomonatsgehalt von mindestens € 2.775 bekommen. Wenn Sie über 30 sind, müssen Sie im Jahr 2021 ein Bruttomonatsgehalt von mindestens € 3.330 bekommen.
  • Um diese Rot-Weiß-Rot – Karte zu erhalten, müssen Sie in einem gesetzlich festgelegten Punktesystem genug Punkte erhalten. Es gibt fünf Kategorien, in denen Sie Punkte sammeln können:
  • Qualifikationen (Ausbildung bzw. Studium)
  • Berufserfahrung, die Sie nach Ihrer Ausbildung in Ihrem Fachbereich gesammelt haben
  • Deutschkenntnisse
  • Englischkenntnisse
  • Alter
  • Hier (Link) finden Sie das gesamte Punktesystem der Rot-Weiß-Rot – Karte für Sonstige Schlüsselkräfte.

Bitte beachten Sie:

  • Sie müssen mindestens 55 Punkte erreichen.
  • Jede Kategorie hat Maximalpunkte, die Sie nicht überschreiten können. Wenn Sie beispielsweise mehr als zehn Jahre relevante Berufserfahrung haben, erhalten Sie trotzdem nicht mehr als 20 Punkte für Ihre Berufserfahrung.
  • Sie müssen nicht in jeder Kategorie Punkte erhalten. Es reicht, wenn Sie mindestens 55 Punkte erreichen!
  • Sie erhalten in der Regel nur dann Punkte für Ihre Ausbildung bzw. Ihr Studium, wenn sie bzw. es zu dem Jobangebot passt. Wenn Sie beispielsweise ein Jobangebot als Pflegekraft erhalten haben, wird eine Ausbildung in der Elektrotechnik nicht fachrelevant sein.
  • Es werden in der Regel nur volle Jahre Berufserfahrung gezählt. Praktika und selbstständige Tätigkeiten werden in der Regel nicht zur Berufserfahrung gezählt. Nachweise der Berufserfahrung müssen mindestens das Startdatum, Enddatum und eine Positionsbeschreibung enthalten.
  • Sprachzertifikate dürfen nicht älter als ein Jahr sein, wenn Sie den Antrag auf die Rot-Weiß-Rot – Karte stellen. Deutschzertifikate werden von folgenden Institutionen akzeptiert: ÖSD, Goethe-Institut, Telc GmbH, ÖIF. Englischzertifikate werden von folgenden Institutionen akzeptiert: Cambridge, TELC, IELTS, TOEIC, TOEFL.
  • Es gilt in der Regel das Alter, das Sie zum Zeitpunkt der Antragstellung haben.
  • Es gibt ein besonderes Mindestgehalt für die Rot-Weiß-Rot – Karte für Sonstige Schlüsselkräfte. Wenn Sie unter 30 sind, müssen Sie im Jahr 2021 ein Bruttomonatsgehalt von mindestens € 2.775 bekommen. Wenn Sie über 30 sind, müssen Sie im Jahr 2021 ein Bruttomonatsgehalt von mindestens € 3.330 bekommen.

Achtung

Wenn Sie ein Jobangebot und eine Ausbildung in einem sogenannten Mangelberuf haben, kann die Rot-Weiß-Rot – Karte für Fachkräfte in Mangelberufen eine attraktive Alternative für Sie sein. Sie können außerdem auch herausfinden, ob die Blaue Karte oder die Rot-Weiß-Rot – Karte für Besonders Hochqualifizierte zu Ihrer Situation passt. Wenn Sie im letzten Jahr Ihr Studium in Österreich abgeschlossen haben, könnte die Rot-Weiß-Rot – Karte für StudienabsolventInnen eine gute Option für Sie sein.


Diese Dokumente müssen Sie jedenfalls einreichen, um eine Rot-Weiß-Rot – Karte für Sonstige Schlüsselkräfte zu bekommen:

  • Antragsformular (Link zu Formular und Ausfüllhilfe)
  • Reisepass
  • Passfoto nach EU-Kriterien (nicht älter als 6 Monate)
  • Arbeitsrelevante Dokumente:
    • Verbindliches Jobangebot (beidseitig unterschrieben)
    • Aktueller Lebenslauf
    • Nachweis der Qualifikation bzw. Ausbildung (Universitäts-Diplom, etc.)
    • Nachweis der Berufserfahrung (Dienstzeugnisse, etc.)
    • Sprachzertifikate, wenn nötig
  • Arbeitgeber-Dokumente:
    • Arbeitgebererklärung (Link zu Formular und Ausfüllhilfe)
    • Stellenbeschreibung
  • Persönliche Dokumente:
    • Geburtsurkunde
    • Strafregisterbescheinigung
  • Gebühren: 160 Euro

Bitte beachten Sie:

  • Die Gültigkeit Ihrer Rot-Weiß-Rot – Karte hängt davon ab, bis wann Ihr Jobangebot gilt und wie lange Ihr Pass gültig ist. Wenn beide mindestens zwei Jahre gültig sind, ist auch Ihre Rot-Weiß-Rot – Karte zwei Jahre lang gültig.
  • Je nachdem, in welchem Land Sie leben, müssen Sie eine oder mehrere Strafregisterbescheinigungen vorzeigen. Hier können Sie nachschauen, welche Strafregisterbescheinigungen Sie besorgen müssen (Link).
  • Persönliche Dokumente müssen eine spezielle Verifizierung haben, damit sie anerkannt werden. Das hängt davon ab, in welchem Land die Dokumente ausgestellt wurden. Hier können Sie nachschauen, welche Art von Verifizierung nötig ist. (Link).
  • Wenn Ihre persönlichen Dokumente nicht auf Deutsch oder Englisch sind, müssen sie in der Regel von einer gerichtlich beeideten Übersetzerin oder einem gerichtlich beeideten Übersetzer übersetzt werden.
  • Es kann sein, dass Sie mehr als 160 Euro Gebühr zahlen müssen, wenn Sie zusätzliche persönliche Dokumente vorzeigen müssen oder ein Visum D benötigen. 

Sie müssen diese Voraussetzungen erfüllen:

  1. Sie haben ein Studium abgeschlossen, das zu Ihrem Jobangebot passt.
  2. Ihr Arbeitgeber in Österreich zahlt Ihnen im Jahr 2021 mindestens € 65.579 als Bruttojahresgehalt. Dieses Mindestgehalt ist gesetzlich vorgeschrieben.

 


Achtung

Wenn Sie nicht studiert haben oder unter dem Mindestgehalt verdienen werden, ist die Blaue Karte nicht zielführend. Sie können stattdessen aber herausfinden, ob die Rot-Weiß-Rot – Karte für StudienabsolventInnen (Link), die Rot-Weiß-Rot – Karte für Besonders Hochqualifizierte (Link), die Rot-Weiß-Rot – Karte für Fachkräfte in Mangelberufen (Link) oder die Rot-Weiß-Rot – Karte für Sonstige Schlüsselkräfte (Link) zu Ihrer Situation passt.


Diese Dokumente müssen Sie jedenfalls einreichen, um eine Blaue Karte zu bekommen:

  • Antragsformular
  • Reisepass
  • Passfoto nach EU-Kriterien (nicht älter als 6 Monate)
  • Arbeitsrelevante Dokumente:
    • Verbindliches Jobangebot (beidseitig unterschrieben)
    • Aktueller Lebenslauf
    • Nachweis des erfolgreich abgeschlossenen Studiums (Diplom, etc.)
  • Arbeitgeber-Dokumente:
    • Arbeitgebererklärung (Link zu Formular und Ausfüllhilfe)
    • Stellenbeschreibung
  • Persönliche Dokumente:
    • Geburtsurkunde
    • Strafregisterbescheinigung, wenn Sie nicht mehr in Österreich leben
  • Gebühren: 160 Euro

Bitte beachten Sie:

  • Die Gültigkeit Ihrer Blauen Karte hängt davon ab, bis wann Ihr Jobangebot gilt und wie lange Ihr Pass gültig ist. Wenn beide mindestens zwei Jahre gültig sind, ist auch Ihre Blaue Karte zwei Jahre lang gültig.
  • Je nachdem, in welchem Land Sie leben, müssen Sie eine oder mehrere Strafregisterbescheinigungen vorzeigen. Hier können Sie nachschauen, welche Strafregisterbescheinigungen Sie besorgen müssen.
  • Persönliche Dokumente müssen eine spezielle Verifizierung haben, damit sie anerkannt werden. Das hängt davon ab, in welchem Land die Dokumente ausgestellt wurden. Hier können Sie nachschauen, welche Art von Verifizierung nötig ist..
  • Wenn Ihre persönlichen Dokumente nicht auf Deutsch oder Englisch sind, müssen sie in der Regel von einer gerichtlich beeideten Übersetzerin oder einem gerichtlich beeideten Übersetzer übersetzt werden.
  • Es kann sein, dass Sie mehr als 160 Euro Gebühr zahlen müssen, wenn Sie zusätzliche persönliche Dokumente vorzeigen müssen oder ein Visum D benötigen.  

Ablauf des Verfahrens

Nachdem Sie und Ihr zukünftiger Arbeitgeber alle Dokumente gesammelt haben, muss der Antrag bei einer österreichischen Behörde gestellt werden. Dafür gibt es mehrere Optionen:

  1. Ihr Arbeitgeber stellt den Antrag für Sie bei der Aufenthaltsbehörde in Österreich. Das ist unabhängig von Ihrer Nationalität und dem Land, in dem Sie aktuell wohnen. Diese Option hat den Vorteil, dass Ihr Antrag gleich bei der Behörde gestellt wird, die den Antrag auch bearbeitet. Außerdem können Sie bei dieser Option bestimmte Dokumente per E-Mail nachreichen (beispielsweise Verifizierungen).
  2. Sie stellen den Antrag bei der österreichischenVertretungsbehörde (Botschaft/Konsulat) in dem Land, in dem Sie aktuell wohnen. Wenn Sie diese Option wählen, muss Ihr Antrag vollständig sein; sie können in der Regel keine Dokumente per E-Mail nachreichen. Da Ihr Antrag erst von der Vertretungsbehörde per Post nach Österreich geschickt wird, dauert das Einwanderungsverfahren bei dieser Option meistens länger als bei Option 1.
  3. Wenn Sie visafrei nach Österreich einreisen dürfen oder ein gültiges Visum D haben, können Sie Ihren Antrag persönlich bei der Aufenthaltsbehörde in Österreich stellen. Diese Option hat den Vorteil, dass Ihr Antrag gleich bei der Behörde gestellt wird, die den Antrag auch bearbeitet. Außerdem können Sie bei dieser Option bestimmte Dokumente per E-Mail nachreichen (beispielsweise Verifizierungen).

Achtung

Bitte achten Sie auf Ihre visafreien Tage! In der Regel haben Sie 90 (von 180) Tage Visafreiheit im Schengenraum. Wenn Sie diese Tage aufgebraucht haben, dürfen Sie den Antrag nicht mehr in Österreich stellen, weil Sie sich nicht mehr legal in Österreich aufhalten.


Achtung

Bevor Sie oder Ihr Arbeitgeber den Antrag stellen, müssen Sie sich entschieden haben, wo Sie in Österreich leben möchten. Das ist wichtig, weil es in Österreich verschiedene Niederlassungen der Aufenthaltsbehörde gibt. Welche dieser Niederlassungen für Sie zuständig ist, hängt von Ihrem zukünftigen Wohnort in Österreich ab. Wenn Sie sich einmal für einen Ort entschieden haben, ist eine Änderung kompliziert und nicht empfehlenswert. Hier (Link) können Sie herausfinden, welche Niederlassung für Sie zuständig ist.


Wollen Sie mit Ihrer Familie nach Österreich einwandern? Bitte beachten Sie Folgendes:

  • Wenn Sie eine Rot-Weiß-Rot – Karte oder eine Blaue Karte beantragen, können Ihre Familienangehörigen eine sogenannte Rot-Weiß-Rot – Karte Plus (Link) beantragen und erhalten. Ihre Familie kann den Antrag aber in der Regel erst stellen, wenn Sie Ihren Antrag auf Rot-Weiß-Rot – Karte oder Blaue Karte gestellt haben.
  • Anders als Sie als Fachkraft muss Ihre Familie in der Regel den Antrag auf Rot-Weiß-Rot – Karte Plus bei der österreichischen Vertretungsbehörde (Botschaft/Konsulat) stellen. Ihr Arbeitgeber kann also nicht für Ihre Familie den Antrag in Österreich stellen. Die Anträge Ihrer Familie müssen unbedingt vollständig sein. Sollte Ihre Familie visafrei nach Österreich einreisen dürfen (Link), kann sie die Anträge auch direkt bei der Aufenthaltsbehörde in Österreich stellen. Wichtig ist hier vor allem, dass Ihre Familie genügend visafreie Tage hat.

Sobald Sie oder Ihr Arbeitgeber Ihren Antrag eingereicht haben, prüfen verschiedene Behörden Ihren Antrag. Die Aufenthaltsbehörde prüft, ob Sie alle allgemeinen Voraussetzungen erfüllen – zum Beispiel, ob Ihr Pass lange genug gültig ist oder ob alle Ihre Dokumente die richtigen Verifizierungen haben. Das AMS (Arbeitsmarktservice) prüft die arbeitsrechtlichen Voraussetzungen. In manchen Fällen prüft das AMS außerdem mithilfe des sogenannten Ersatzkraftverfahrens, ob es auf dem österreichischen Arbeitsmarkt jemanden gibt, die/der Ihre Stelle bekommen könnte. Die gesamte Prüfung dauert normalerweise mehrere Wochen, in denen Sie gegebenenfalls bestimmte Dokumente nachreichen können bzw. müssen. Die Prüfung endet im besten Fall damit, dass Ihr Antrag bewilligt wird.

Alle weiteren Schritte hängen davon ab, ob Sie visafrei nach Österreich einreisen dürfen oder nicht. Hier (Link) können Sie das herausfinden.

  • Sie wohnen in Österreich und haben die Rot-Weiß-Rot – Karte für StudienabsolventInnen beantragt und die Bewilligung erhalten? Herzlichen Glückwunsch! Jetzt können Sie direkt zur zuständigen Aufenthaltsbehörde in Österreich gehen, um Ihre Fingerabdrücke abzugeben und Ihre persönlichen Dokumente (Pass, Geburtsurkunde, etc.) vorzuzeigen. Ihre Karte wird dann gedruckt. Sobald Sie sie bekommen, dürfen Sie anfangen zu arbeiten!
     
  • Sie dürfen visafrei nach Österreich einreisen? Sobald Sie Ihre Bewilligung erhalten haben, können Sie nach Österreich kommen und bei der Aufenthaltsbehörde Ihre Fingerabdrücke abgeben. Außerdem müssen Sie Ihre persönlichen Dokumente (Pass, Geburtsurkunde, Strafregisterbescheinigung, etc.) im Original vorzeigen. Ihre Karte wird dann gedruckt. Sobald Sie sie bekommen, dürfen Sie anfangen zu arbeiten!
  • Sie dürfen nicht visafrei nach Österreich einreisen? Dann erhalten Sie nach der Bewilligung von der österreichischen Vertretungsbehörde (Botschaft/Konsulat) in dem Land, in dem Sie aktuell wohnen, eine Einladung. In dieser Einladung werden Sie dazu aufgefordert, innerhalb der nächsten drei Monate ein sogenanntes Visum D zu beantragen und innerhalb von sechs Monaten Ihre Rot-Weiß-Rot – Karte oder Blaue Karte in Österreich abzuholen. Um dieses Visum D zu bekommen, brauchen Sie:
  • Antragsformular
  • Pass mit Kopie
  • Einladung der Vertretungsbehörde
  • Bewilligung der Aufenthaltsbehörde
  • Reisekrankenversicherung (mindestens € 30.000 Deckungssumme)  
  • Flugreservierung

In der Regel dauert es ca. zwei Wochen, bis Sie das Visum D in Ihren Pass gestempelt bekommen. Während dieser Bearbeitungszeit bleibt Ihr Pass bei der Botschaft. Sobald Sie das Visum D haben, können Sie nach Österreich kommen und bei der Aufenthaltsbehörde Ihre Fingerabdrücke abgeben. Außerdem müssen Sie Ihre persönlichen Dokumente (Pass, Geburtsurkunde, Strafregisterbescheinigung, etc.) vorzeigen. Ihre Karte wird dann gedruckt. Sobald Sie sie bekommen, dürfen Sie anfangen zu arbeiten!


Verlängerung

Wenn sowohl Ihr Pass als auch Ihr Jobangebot mindestens zwei Jahre gültig sind, gilt auch Ihre Rot-Weiß-Rot – Karte bzw. Blaue Karte zwei Jahre lang. In diesen zwei Jahren sind Sie an Ihren Arbeitgeber gebunden. Wenn Sie während dieser zwei Jahre den Arbeitgeber wechseln möchten/müssen, geht das nur mit einer sogenannten Zweckänderung. Dabei prüfen die österreichischen Behörden erneut, ob Sie alle Voraussetzungen erfüllen. Sie können erst anfangen, für den neuen Arbeitgeber zu arbeiten, wenn Sie Ihre neue Rot-Weiß-Rot – Karte oder Blaue Karte haben.

Nach 21 Monaten können Sie einen Verlängerungsantrag auf eine sogenannte Rot-Weiß-Rot – Karte Plus stellen. Mit dieser Karte haben Sie freien Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt. Sie sind also nicht mehr an Ihren Arbeitgeber gebunden. Wenn Ihr Pass mindestens drei Jahre lang gültig ist, ist auch Ihre Rot-Weiß-Rot – Karte Plus drei Jahre lang gültig. Hier erfahren Sie mehr zur Rot-Weiß-Rot – Karte Plus (Link).


Achtung

Sie und Ihre Familie müssen Verlängerungsanträge immer stellen, bevor die aktuellen Aufenthaltstitel ablaufen. Sie können frühestens drei Monate vor dem Ablauf einen Verlängerungsantrag stellen.


Wenn Sie und Ihre Familie dauerhaft in Österreich leben möchten, ist folgender Weg der Aufenthaltstitel für Sie sinnvoll:

  1. Sie haben zwei Jahre lang eine Rot-Weiß-Rot – Karte oder eine Blaue Karte. Ihre Familie hat zwei Jahre lang eine Rot-Weiß-Rot – Karte Plus.
  2. Nach diesen zwei Jahren verlängern Sie und Ihre Familie Ihre jeweiligen Aufenthaltstitel. Sie beantragen und erhalten Rot-Weiß-Rot – Karten Plus, die drei Jahre lang gültig sind.
  3. Nach diesen drei Jahren, also nach insgesamt fünf Jahren in Österreich, beantragen Sie und Ihre Familie den sogenannten Daueraufenthalt EU. Unter anderem benötigt man dafür den Nachweis eines Deutsch-Levels B1. Der Daueraufenthalt EU ist fünf Jahre lang gültig und muss dann nach je fünf Jahren lediglich verlängert werden.  

Rechtsgrundlagen

  • Rot-Weiß-Rot – Karte für Besonders Hochqualifizierte: § 41 NAG; § 12 AuslBG
  • Rot-Weiß-Rot – Karte für Fachkräfte in Mangelberufen: § 41 NAG; § 12a AuslBG
  • Rot-Weiß-Rot – Karte für Sonstige Schlüsselkräfte und StudienabsolventInnen: § 41 NAG; § 12b AuslBG
  • Blaue Karte: § 42 NAG; § 12c AuslBG
  • Rot-Weiß-Rot – Karte Plus: § 41a NAG