ABA - Work in Austria-Roadshow

26 Feb 2020 - 28 Feb 2020
Kärnten/Steiermark, Österreich
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Studierende aus Kroatien kurz vor dem Abschluss werden nach Österreich eingeladen um innovative Unternehmen zu besuchen.


Von 26. bis 28. Februar findet zum ersten Mal das Format der ABA – Work in Austria Roadshow statt. Öterreichische Unternehmen erhalten die Gelegenheit, sich im Zuge eines selbstgestalteten Programms bestmöglich als zukünftiger Arbeitgeber zu präsentieren.

Bereits im Oktober 2019 fand auf der FH Algebra in Zagreb und auf der Technischen Universität RITEH in Rijeka eine Career Messe für IT-Studierende statt, an der fast 2.000 Interessenten teilgenommen haben. Zu Beginn der Messe wurde von ABA – Work in Austria ein APPATHON veranstaltet, bei dem sechs Gewinner ermittelt wurden. Sie wurde von der ehemaligen FBM Udolf-Strobl mit einem Scheck über 500 Euro ausgezeichnet und zur ersten Ausgabe der ABA –Work in Austria Roadshow eingeladen.

Zehn weitere KandidatInnen wurden aufgrund von herausragenden Qualifikationen, teilweise vorhandenen Deutschkenntnissen und Interesse an einer Anstellung in Österreich ausgewählt. Die TeilnehmerInnen befinden sich im letzten Semester ihrer Ausbildung und sind grundsätzlich an einer Anstellung in Österreich interessiert.

Die Unternehmen erhalten CV und Kontaktdaten von allen Teilnehmern im Vorfeld. Sie können sich somit bestens über die Besucher informieren. Ziel ist die Entwicklung einer langfristigen Zusammenarbeit.

ABA – Work in Austria bringt kroatische High Potentials und steirische Unternehmen zusammen

Von 26. bis 28. Februar führte die ABA – Work in Austria Roadshow herausragende IT-Studierende aus Kroatien zu innovativen Unternehmen in der Steiermark. Es war die erste Matching-Veranstaltung der neuen Initiative der Bundesregierung in Österreich.

Auf der Suche nach den besten IT-Fachkräften für Österreich wurde bereits im Oktober des Vorjahres ein Appathon auf der Fachhochschule Algebra in Zagreb veranstaltet. Dabei handelt es sich um eine Challenge unter IT-Developern mit Event-Charakter. Die Gewinner wurden damals mit einem Preis in der Höhe von 500 Euro ausgezeichnet, der von der ehemaligen Wirtschaftsministerin Elisabeth Udolf Strobl überreicht wurde und erhielten die Möglichkeit bei der Roadshow in Österreich teil zu nehmen.

Von 26. bis 28. Februar wurden insgesamt 13 kurz vor dem Abschluss stehende Studierende mit dringend gesuchten Qualifikationen nach Österreich eingeladen, um sich gleich vor Ort einen Eindruck von innovativen österreichischen Unternehmen zu verschaffen. Mit SSI Schäffer Automation, NXP, Pankl Racing Sys-tems AG, AVL LIST und Knapp AG konnte den Studierenden ein durchaus spannendes Programm geboten werden. Sie ergriffen gerne die Gelegenheit der ersten ABA – Work in Austria Roadshow, um sich im Rahmen eines etwa zweistündigen selbstgestalteten Programms, als potenzielle zukünftige Arbeitgeber zu präsentieren.

Eine Einführung des CINT - Club International in Graz über den Wirtschaftsstandort Steiermark und eine abschließende Präsentation des Regional Management in Leoben über Leben und Arbeiten in Obersteiermark rundeten das Programm zu einem gelungenen Gesamtpaket für die Studierenden ab.

Ablauf der Roadshow

Mit dem Bus aus Zagreb angekommen, wurden die Studierenden bei CINT - Club Internationalin Graz empfangen. Dessen Geschäftsführerin Veronika Wolf machte mit einem Vortrag über den Wirtschaftsstandort Steiermark sowie dessen Unternehmerlandschaft den Auftakt der ABA – Work in Austria Roadshow und weckte damit gleich das Interesse der Studierenden, wie zahlreiche Fragen zum Wohnen, Leben und Arbeiten in der Steiermark zeigten.

Weiter ging es mit der ersten Unternehmensbesichtigung bei SSI Schäffer Automation in Graz, wo die Studierenden alle Prozesse, Innovationen und Automatisierungen im logistischen Bereich kennenlernen durften. Zur Freude der Studierenden wurde dabei großes Augenmerk auf das Thema Software Engineering und Entwicklung bei der Automatisierung gelegt.

Einen Höhepunkt bildete die Besichtigung des Unternehmens NXP in Gratkorn, das schon mit seinen strengen Sicherheitsbestimmungen beeindruckte. Zwar konnten aufgrund dessen keine Produktionsprozesse besichtigt werden, die Vorträge von verschiedenen Ingenieuren fesselten die Studierenden jedoch regelrecht. Mit zahlreichen Fragen zum Thema IT-Sicherheit und Datenbanken wurde eine angeregte Diskussion angestoßen. Besonders positiv wurde von den kroatischen IT-Talenten die internationale Besetzung aufgenommen: Über 600 MitarbeiterInnen aus 50 verschiedenen Nationen arbeiten am Standort in Gratkorn und wie das Unternehmen betonte, wird stets nach weiteren Fachkräften gesucht. Aufgrund des geäußerten Interesses präsentierte NXP kurzerhand einige offene Stellen, für welche sich die Teilnehmer bewerben können und ein Programm für Studierende, die bereits während des Studiums Teilzeit bei dem Unternehmen arbeiten möchten.

Der zweite Tag der ersten ABA – Work in Austria Roadshow startete bei Pankl Racing Systems AG, Maschinenbau in Kapfenberg, wo zwei große Produktionshallen, nämlich die High-Performance Systems und Pankl Raicing Systems angeschaut werden konnten. Die Führung wurde von je einem Spezialisten aus der Produktentwicklung sowie der technischen Leitung durchgeführt. Neben dem hohen Innovations- und Automatisierungsgrad überraschte bei Pankl Racing Systems AG auch der sehr hohe Frauenanteil im Betrieb. Die Teilnehmer waren von der modernen Technologie und der Automotiv Industrie sehr angetan.

Einen besonders großen Eindruck hinterließ auch das nächste Unternehmen auf dem Programm: AVL LIST in Graz. Das familiengeführte Unternehmen beeindruckte die Teilnehmer mit einem enormen Grad an Innovation, zahlreichen Patenten und vielen Auszeichnungen. Nach der Präsentation konnten Mithilfe von VR – Brillen die Produktionshallen besucht werden. Auch bei AVL List arbeiten bereits jetzt sehr viele internationale Fachkräfte. Der Vortrag wurde von einem IT-Architekten und Produktmanager mit kroatischer Abstammung gehalten. Referiert wurde auf Englisch, der offiziellen Unternehmenssprache des Unternehmens.

Der letzte Roadshow-Tag begann bei Knapp AG in Graz wo die Studierenden von zwei Produkt Managern in Empfang genommen wurden. In einer modernen Logistik Halle, die zu Ausbildungs- und Präsentationszwecken gebaut wurde, konnten Logistik Prozesse, die Anwendung von künstlicher Intelligenz und Robotics live angeschaut werden. Auch Knapp fand reges Interesse bei den Teilnehmern und es wurden ganz konkrete Fragen zu Arbeitsmöglichkeiten und Bewerbungsmodalitäten gestellt.

Den Abschluss bildete eine Präsentation beim Regionalmanagement in Leoben über Leben und Arbeiten in Obersteiermark von Geschäftsführerin Lisa Hessenber-ger. Mit einem Vortrag über Wohnmöglichkeiten, Lebensqualität, Unternehmen und Wirtschaft der Obersteiermark sowie die Services vom Regionalmanagement wurden die Studierenden erstmal wieder in ihre Heimat entlassen. Ihren Rückmeldungen entnehmen wir jedoch, dass wir das eine oder andere Nachwuchstalent wohl bald wieder in Österreich begrüßen dürfen. Begeistert zeigten sich aber auch die Unternehmen.

Statements von Unternehmen

„Die Roadshow ist eine tolle Idee, an welcher wir gerne wieder teilnehmen möchten.“

Stefan Hanfstingl, BA | Employer Branding, SSI SCHÄFER

"Uns gefällt das Konzept der Roadshow sehr gut, da es eine tolle Möglichkeit für uns ist, begabte Studierende aus interessanten Studienrichtungen kennenzulernen und uns als Arbeitgeber zu präsentieren. Auch die Studierenden können so einen guten Einblick bekommen. Ich sehe das als Win-Win Situation für beide Seiten."

Lisa Ziermann, MA, Talent Acquisition Austria, NXP Semiconductors Austria GmbH

„Mein Eindruck war, dass die Gruppe sehr interessiert und offen war. Regionale Unternehmen haben ohne Zweifel großes Interesse an solch Gruppen von high potentials. Wir als Regionalmanagement freuen uns ebenfalls über die Gelegenheit die internationalen Gäste bei uns begrüßen und Ihnen über die Obersteiermark erzählen zu dürfen.“

Lisa Hessenberger, Öffentlichkeitsarbeit & Projektmanagement, Regionalmanagement Obersteiermark Ost GmbH