EU-Reform der Blauen Karte EU für qualifizierte internationale Fachkräfte

Bessere Bedingungen im globalen Wettbewerb

Die Blaue Karte EU hat – wie der Name schon vermuten lässt – seinen Ursprung in einer EU-Richtlinie. Diese EU-Richtlinie wird nun mit dem Ziel reformiert, die Blaue Karte EU – und damit die ganze EU als Arbeitsstandort – für dringend benötigte hochqualifizierte Fachkräfte noch attraktiver zu machen.

Das Europäische Parlament und der Rat haben sich am 17. Mai 2021 auf diese Reform geeinigt. Die Einigung wird durch den Erlass der Richtlinie förmlich bestätigt werden. Ab diesem Zeitpunkt haben Österreich und die anderen EU-Mitgliedstaaten zwei Jahre Zeit, die Änderungen in ihre innerstaatlichen Gesetze einzuarbeiten. 

In Österreich ist die Blaue Karte EU neben der Rot-Weiß-Rot – Karte der wichtigste Aufenthaltstitel für qualifizierte internationale Fachkräfte. Die ABA – WORK in AUSTRIA begrüßt diese Reform. Denn dadurch wird die EU – und damit auch Österreich – für hochqualifizierte Fachkräfte attraktiver. Im globalen „war for talent“ ist das ein wichtiger Schritt.

Was ändert sich durch die Reform?

Eine wesentliche und sinnvolle Änderung ist, dass neben formalen Bildungsabschlüssen auch gleichwertige berufliche Erfahrungen in gleicher Weise berücksichtigt und anerkannt werden sollen.

Besonders im IT- Sektor, einer Sparte, in der in Österreich seit Jahren ein bundesweiter Fachkräftemangel herrscht, ist durch diese Änderung eine Verbesserung zu erwarten. In diesem Bereich eignen sich viele Fachkräfte ihre Expertise „on the job“ an. Da bisher nur Hochschulabschlüsse als Qualifikationsnachweis anerkannt wurden, ist qualifizierten, internationalen Fachkräften der Zugang zum Arbeitsmarkt unnötig erschwert worden.

InhaberInnen einer Blauen Karte EU werden zukünftig auch die Möglichkeit haben, neben ihrer Anstellung bei einem Arbeitgeber selbstständig tätig zu sein. Oft wird eine Unternehmensgründung nämlich zunächst neben einer Fixanstellung vorbereitet. Besonders IT-Fachkräfte bekommen so die Chance, ihre innovativen Geschäftsideen zu verfolgen. Dies wird vielen internationalen Fachkräften ermöglichen, schneller zu Unternehmerinnen und Unternehmern zu werden, damit selbst Arbeitsplätze zu schaffen und in letzter Konsequenz den Wirtschaftsstandort Österreich bzw. EU zu stärken.

Erfahrungsgemäß ergibt sich außerdem, dass es für Fachkräfte mit Familie bei der Entscheidung für ein bestimmtes Land wichtig ist, welche Möglichkeiten ihrer Familie geboten werden. Im besten Fall kann die Familie gleichzeitig mit der Fachkraft den Antrag auf einen Aufenthaltstitel stellen und einwandern. Dadurch wird es viel interessanter in ein anderes Land zu übersiedeln. Die Blaue Karte wird durch die Reform sicher ein noch beliebterer und attraktiverer Aufenthaltstitel für qualifizierte Fachkräfte.

Die Blaue Karte ist auch jetzt schon ein attraktiver Aufenthaltstitel für Fachkräfte, die studiert haben, ein überdurchschnittlich hohes Gehalt erhalten und mit Familie nach Österreich einwandern möchten. Sie möchten wissen, ob die Blaue Karte für Sie in Frage kommt? Erfahren Sie welche Aufenthaltstitel für Sie und Ihre Familie passt und wie Sie sich dauerhaft in Österreich niederlassen können. Kontaktieren Sie die ABA- Servicestelle für Einwanderung und Aufenthalt. Wir beraten Sie gerne zu Ihren Möglichkeiten nach Österreich einzuwandern.

Kostenlose Beratung für Fachkräfte

Die ABA - Servicestelle für Aufenthalt und Einwanderung bietet kostenfreie Beratung für Fachkräfte im staatlichen Auftrag.
Jasmin Ziegelbecker
ABA Servicestelle Einwanderung und Aufenthalt

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